Full text : Die Schweiz

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Tabak

Öl-  und
Gespinnftpflirnzen


Wein

Großgrundbesitz,  wie  Osterreich-Nngarn,  Deutschland, ­
  Frankreich,  Rußland  hat  die  Schweiz  Mühe,
den  Zuckerrübenbau  und  die  Zuckerfabrikation  aufrecht ­
  zu  erhalten.  Nachdem  die  Fabrik  in  Monthey
im  Rhonetal  den  Betrieb  einstellen  mußte,  scheint
die  1899  gegründete  Fabrik  in  Aarberg  einem  bessern ­
  Gedeihen  entgegenzugehen.  Der  Rübenbau  gewinnt ­
  auf  der  Entsumpfungscbene  des  großen
Mooses  und  in  der  Westschweiz  überhaupt  ständig
an  Ausdehnung.  Immerhin  deckt  der  Aarberger
Zucker  nur  einen  bescheidenen  Teil  des  Jahresbedarfs. ­
  Aus  den  großen  Rübenländern  wie  Österreich, ­
  Deutschland  und  Frankreich  muß  Zucker  im
Betrag  von  32  Millionen  Franken  (1909)  eingeführt ­
  werden.  Der  Anbau  der  Zuckerrübe  ist  für
den  Boden  vorteilhaft,  weil  er  ihm  keine  Nährstoffe
entzieht;  die  Abfälle  der  Verarbeitung,  die  Schnitzel, ­
  werden  zum  Teil  dem  Boden  wieder  zurückgegeben. ­

Tabak  wird  auf  guten,  Boden  und  in  milden
Lagen  des  Broyetales  und  des  südlichen  Tessins
angebaut.  Die  Ernte  wandert  in  die  Tabak-  und
Zigarrenfabriken  (Seite  94),  stellt  aber  nur  einen
kleinen  Teil  des  insgesamt  verarbeiteten  Rohmaterials ­
  dar.
Ol-  und  G  e  s  p  i  n  n  st  p  f  l  a  n  z  e  n  sind  unter
der  Konkurrenz  der  Baumwolle,  der  fremden  Ole
und  des  Petrols  fast  ganz  verschwunden.  Die  bernische
  Leinwandindustrie  bezicht  den  Rohstoff  meist
aus  dem  Ausland.
Weinbau.  Dem  Weinstock,  einen,  Fremdling
aus  unserem  Boden,  werden  die  mildesten  Lagen
eingeräumt.  Während  die  Reben  in  Südfrankreich
und  Spanien  weite  Ebenen  bedecken,  sind  sie  hier
auf  sonnige,  windgeschützte  Halden  beschränkt;  das
kommt  schon  im  üblichen  Ausdruck  „Weinberg"  zur
Geltung.  Die  besten  Weinlagen  finden  sich  am
            
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