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Alpen reifen neben bet dichtbelaubten Edelkastanie
die Pfirsich- und Feigenbäume ihre Früchte. Die
Edelkastanie erscheint in einzelnen Gruppen auch
nördlich der Alpen an den Halden der Föhntäler,
so im Rheintal, am Walensee und am Vierwald
stättersee, fernerhin im Wallis und am Genfersee.
Einzelne Olivenhaine, gleichsam von den großen
Beständen am Mittelmeer an den Alpenfuß ver
sprengt, heben sich am Ufer des Luganersees mit
dem feinen, silbergrauen Laub aus ihrer Umge
bung heraus.
1909 betrug die Obstausfuhr ö Mill. Fr. Die
Einfuhr (vorab Dörrobst aus den Balkanländern
und Kalifornien) steigt auf 7 Mill. Fr.; ebenso hoch
sind die Auslagen für Südfrüchte. Obstverwertungs-
nnd Mostereigenossenschaften sind bestrebt, den Obst
bau immer einträglicher zu gestalten.
Wald. Im Verhältnis zur Bodenfläche weist
manches andere Land mehr Wald auf als die
Schweiz. Unter den Nachbargebieten ist vor allem
das österreichische Alpenland reicher an Holz und
vermag deshalb einen starken Zuschuß an den Holz
bedarf unseres Landes zu leisten. Auf den Plateau
flächen und an den Berghalden des Jura treten aus
gedehnte zusammenhängende Waldflächen ans; sie
erfüllen hier wie in den Alpen die Aufgabe, die
dünne Humusdecke zusammenzuhalten, den Wasser
ablauf zu regulieren und Rutschungen zu verhüten ;
im Hochgebirge gewähren sie überdies Schutz vor
den Lawinenverheerungen. Nach dem Bundesgesetz
von 1902 steht dem Bund die Oberaufsicht zu über
das Forstwesen der ganzen Schweiz und im beson
dern über die Schutz- und Bannwaldungen im Ge
birge. Gegenüber Jura und Alpen hat das Mittel
land einen durchschnittlich geringern und stark zer
stückelten Waldbestand. Nicht ganz ein Drittel des
Waldes gehört Privaten, zwei Drittel den Ge-
Äald