Object: Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

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Schluß. 
Bei der Auswahl der Aktiengesellschaften nach der die inneren Verhältnisse dieser Unternehmen 
nicht berührenden Zulassung ihrer Aktien oder Obligationen zum Handel und zur Notierung an der 
Berliner Börse können als Ergebnisse wegen der aus demselben äußerlichen Grunde bedingten 
wechselnden Anzahl der Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien während des gewählten Zeit 
abschnittes sowohl für die einzelnen Jahre, als auch für den Durchschnitt nur'die Prozent- und 
Verhältniszahlen berücksichtigt werden. Die absoluten Zahlen sind nur dann als Resultat verwertbar, 
wenn die Untersuchung die gesamten Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien umfaßt — sie 
dienen dann als Maßstab der allgemeinen wirtschaftlichen Bedeutung — oder aber wenn die Unter 
suchung sich auf nur eine Gesellschaft oder auf eine im Laufe der Zeit der Untersuchung gleich 
bleibende Anzahl von Aktiengesellschaften derselben Industrie beschränkt. In beiden Fällen erhalten 
erst die Veränderungen der absoluten Zahlen in den einzelnen Jahren Bedeutung als Kapitalzu- oder 
-abfluß, als Vermehrung oder Verminderung der Vermögenbestände. Im Falle der Beschränkung 
aut eine Gesellschaft oder auf eine gleichbleibende Anzahl von Gesellschaften derselben Industrie 
liegt aber zugleich die Möglichkeit zu einem bedeutend genaueren Einblick in die inneren Verhältnisse 
der Unternehmen vor, besonders wenn man bei einer weitergehenden Teilung des Vermögens nach 
der Liquidität neben den Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen auch die dem Unternehmen 
nicht als Reserven zugute kommenden Teile des Reingewinnes und wenn möglich Umsatz oder 
jährliche Produktion in die Untersuchung in geeigneter Weise einbezieht. 1 
i) Ein Beispiel einer derart eindringenden Untersuchung ist in dem bereits eingangs erwähnten Buche von 
H. Lomnitz, Die systematische Bearbeitung der Veröffentlichungen von Aktiengesellschaften durchgefnhrt.
	        
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