Auslandsanleihen der Industrie.
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Desgl. Serie C: Vgl. oben. In Holland 1 Mill. am 18, 8. 1927 auf-
gelegt.
Elektrizitäts-A.-G. vorm, Lahmeyer & Co: In der Schweiz
‘Schweizerische Kreditanstalt, Eidgenössische Bank) 7,5 Mill, sfr zu 96 %
freihändig verkauft, in Holland am 5, 10. 1927 6 Mill. sfr zu 98 % aufgelegt,
1,5 Mill. vom holländischen Konsortium (Twentsche Bank, Amsterdamsche
Bank, Lippmann, Rosenthal & Co, Internationale Bank, R. Mees & Zoonen)
außerhalb Hollands fest untergebracht.
Gewerkschaft Vietor: Hope & Co, Lippmann, Rosenthal & Co,
Nederlandsch Indische Handelsbank, Continentale Handelsbank,
Die im Kalisyndikat zusammengeschlossenen Kali-
bergwerke haben in zwei Abschnitten eine Anleihe von 12 Mill. £
in London untergebracht, nachdem sich die Vereinigten Staaten
ablehnend verhalten hatten; erhebliche Teile wurden für die
Schweiz, Holland und Schweden reserviert. Der erste Abschnitt
von 8 Mill. £ wurde am 8. Dezember 1925 zu 94% % aufgelegt;
der zweite von 4 Mill. £ dagegen Anfang Mai 1926 freihändig ver-
kauft zum Tageskurs. Daß man mit starken amerikanischen Käu-
fen rechnete, ergibt sich daraus, daß Zinsen und Kapital in Ame-
rika auf Wunsch in Dollar zum festen Umrechnungskurs von 4,86 $
je £ gezahlt werden, und zwar bei den Neuyorker Bankhäusern
Lee, Higginson & Co und J. Henry Schröder Banking Corporation.
Der Erlös ist den Mitgliedern des Syndikats überlassen zur Ver-
minderung ihrer schwebenden Verpflichtungen, zur Abzahlung
ihrer fundierten Schulden, zur Beschaffung der Mittel für den Aus-
bau ihrer Werke. Der von der Schweiz übernommene Teil von
1,7 Mill. £ des ersten Abschnitts ist in erster Linie zum Umtausch
der ausstehenden rund 20 Mill. sfr 4% % Obligationen der Kali-
industrie A.-G. in Kassel bestimmt, die aus der Umwandlung der
seinerzeit ausgegebenen Valutaschuldscheine der Gewerkschaften
Wintershall, Alexandershall und Sachsen-Weimar herrühren. Als
Sicherheit sind bestellt: 1. eine direkte Haftbarkeit des Syndikats,
2, ein erstes Anrecht auf den Erlös aus dem Verkauf von Kali ins
Ausland, 3. Garantien der Syndikatsmitglieder und 4. Sicherheits-
hypotheken auf ihre Werke und Fabriken. Die Tilgung erfolgt
durch einen kumulativen Tilgungsfonds, der zu Ankäufen bis
102% % bzw. Auslosung zu 102% % dient. Eine vorzeitige Kün-
digung ist im ganzen zum 1. November 1935 und folgenden Zins-
terminen zu 105 %, zum 1. November 1940 und später zu 102% %
mit 60tägiger Frist möglich.
Der Kohlenbergbau und die Eisenindustrie sind unter den An-
leihenehmern in erster Linie durch die Vereinigten Stahlwerke
A.-G. vertreten. Vor deren Gründung haben die ihr jetzt zu-
gehörige Rhein-Elbe-Union und die August Thyssen-Hütte Ge-
werkschaft bereits Auslandsanleihen aufgenommen. Ferner
kommen als Anleihenehmer im Kohlenbergbau und Hüttenwesen
in Betracht die Ilseder Hütte, der Eschweiler Bergwerksverein, die