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Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

Monograph

Identifikator:
1000912612
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19383
Document type:
Monograph
Author:
Leitner, Friedrich http://d-nb.info/gnd/139681477
Title:
Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe
Edition:
Siebente, vermehrte Auflage
Place of publication:
Frankfurt a. M.
Publisher:
J. D.Sauerländers Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 384 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Abschnitt. Die allgemeinen Kosten (Unkosten)
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die Wirtschaft der patriarchalischen Familie. 243 
von Absatz und Kredit ab; ihr Hauptzweck ist die Eigenwirtschaft. Die fämtlichen 
Familiengenossen sind zugleich Wirtschaftsgenossen und haben wirtschaftlich mit keinem 
Nichtfamiliengenossen viel zu thun. So hart ein Teil der Familienglieder oft behandelt 
werden mochte, ihre Stellung als Hausgenossen und der enge Zweck der Eigenwirtschaft 
schützte sie vor allzu hartem Drucke. Die leidliche Behandlung aller Glieder hat in 
der patriarchalischen Familie so lange gedauert, als die Eigenversorgung ihr Lebens— 
princip blieb. Erst als fie anfing für den Markt zu arbeiten, dadurch große Gewinne 
erzielte, als hiermit die Gewinn- und Habsucht neben dem Sinn für technischen Fort— 
schritt entstand, wuchs die Mißhandlung der unteren Glieder der Familie, des Gesindes, 
der Sklaven. 
Die ältere Hütte, die Individuen oder Muttergruppen diente, hatte bei einzelnen 
Stämmen schon zur Zeit des Mutterrechtes größeren Sippenhäusern Platz gemacht, die 
aber doch mehr eine Anhäufung zahlreicher schlechter Hütten unter einem Dache waren. 
Nun wird das Zelt der Nomadenfamilie ein gegliederter Organismus mit einer Reihe 
von Abteilungen, und das Haus des Ackerbauers erhält nach und nach seine feste, teil— 
weise noch vorhandene Gestalt; um das Atrium, die Halle der patriarchalischen Familie 
mit dem Ehebette des Hausvaiers, fügen sich die Schlafgemache der verheirateten Kinder 
und der dienenden Kräfte; der Wirtschaftshof gliedert sich nach den Zwecken des Be— 
triebes, er wird mit einer Umfriedigung umgeben; die Tiere, die Vorräte, die Gerät— 
schaften erhalten ihre besonderen Räume; die Holzhäuser, die noch in Perikles' Tagen 
und noch im 12. und 18. Jahrhundert in den deutschen Städten zu der beweglichen 
Habe gerechnet werden, nehmen nun unter der Leitung der Familienväter festere Gestalt 
aus Holz, Stein und Mörtel an, werden für Generationen hergestellt (vergl. oben 
S. 203 -205). Die bauliche Einrichtung der patriarchalischen Wohnung schafft die 
Gewohnheiten, die festen Sitten, welche nun das Geschäft und die Freuden, die Arbeit 
und die Ruhe regeln. Nicht umsonst hat man daher die Entstehung der Hauswirtschaft 
als das Ende der Barbarei, als den Anfang der höheren Kultur bezeichnet; nicht um— 
sonst benennen alle Kulturvölker noch heute alle Wirtschaft mit dem griechischen Worte 
„Haus“ omα — als Hkonomie. 
An das Haus und seine Einrichtungen schließt sich die nunmehr vom Manne 
jystematisch geleitete Arbeitsteilung der Familie an. Die Verschiedenheit von Geschlecht 
und Kraft hatte von jeher den Mann auf die Jagd, den Kampf, die Tierzucht, die 
Frau auf das Sammeln von Beeren, auf den Hack- und Ackerbau, das Vorrätesammeln, 
die Unterhaltung des Feuers gewiesen; die Herrschaft des Mannes bürdete ihr nach dem 
Siege des Vaterrechtes wohl oft zunächst noch mehr auf, machte sie zur Sklavin. Aber 
gerade bei den edleren Rassen verschafften der Gattin ihre hauswirtschaftlichen Künste 
doch wohl bald eine bessere Stellung in dem gemeinsamen Haushalt. Der viehzüchtende, 
jagende und in den Kampf ziehende Mann übernimmt neben der Rodung nun auch die 
schwere Ackerarbeit, das Pflügen; das bedeutete eine große Veränderung in den Funktionen 
der Frau; ihre Kräfte werden so für die Bereitung der Speisen und Kleidung, für die 
Erhaltung der Vorräte, für die innere Leitung der Hauswirtschaft, vor allem für die 
Erziehung der Kinder freier. Und an die Arbeitsteilung von Mann und Frau schließt 
sich die der Söhne und Töchter, der Knechte und Mägde, und es entstehen so im 
patriarchalischen Hause feste Typen von hauswirtschaftlichen Ämtern, von arbeitsteiligen 
Handwerksarten als Keime späterer selbständiger Organisationen. — 
Die geordnete Hauswirtschaft der patriarchalischen Familie wird in dieser Weise 
für mehrere Tausend Jahre, für die Epoche der älteren asiatischen und griechisch-römischen 
Kultur bis über das Ende des Mittelalters hinaus, sie ist noch für viele Völker und 
fociale Klassen bis zur Gegenwart das einzige oder das wichtigste gesellschaftliche Organ, 
um die Menschen fortzupflanzen, zu erziehen und um sie mit wirtschaftlichen Gütern zu 
versorgen; es war das erste, das dem Individuum als solchem planvoll und im ganzen 
die wirtschaftliche Fürsorge abnahm, um sie einer fest organisierten Gruppe von Individuen 
zu übergeben; es war das Organ, welches die Menschen eine geordnete Hauswirtschaft 
zu führen, einen erheblichen Herden- und Landbesitz, sowie Vermögen überhaupt zu ver— 
13*
	        

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Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
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