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Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

Monograph

Identifikator:
1000912612
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19383
Document type:
Monograph
Author:
Leitner, Friedrich http://d-nb.info/gnd/139681477
Title:
Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe
Edition:
Siebente, vermehrte Auflage
Place of publication:
Frankfurt a. M.
Publisher:
J. D.Sauerländers Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 384 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Abschnitt. Die allgemeinen Kosten (Unkosten)
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Einleitung
  • II. Abschnitt. Die Materialkosten
  • III. Abschnitt. Die Arbeitskosten
  • IV. Abschnitt. Die allgemeinen Kosten (Unkosten)
  • V. Abschnitt. Die Abschreibung
  • VI. Abschnitt. Normalkalkulationen, Rentabilitätsrechnungen, Gründungsvoranschläge
  • VII. Abschnitt. Selbstkostenbrechnung in einzelnen Gewerbegruppen
  • Index

Full text

preis- und Arbeitskostensteigerung die nachträgliche Bewilligung eines 
Teuerungszuschlages. Dagegen war wenig einziuwenden; es mußte 
nachgeprüft werden, ob der beantragte Teuerungsaufschlag im Ein 
klang stand mit der auf die Verbrauchsmenge für das Fertigfabrikat 
umgerechneten Verteuerung der Selbstkosten. Wenn dann aber ein 
Erzeuger mit Rücksicht auf die erhöhten Unkosten an Stelle der 
bisher Angerechneten p % nunmehr p -f- n o/o Unkostenzuschlag 
in Ansatz brachte, so war dieser Berechnungsmodus in der Regel 
abzulehnen. Ein Zahlenbeispiel: Die Materialien steigen um 100o/o, 
die Löhne um 40o/ 0 , die Unkosten um 20% (mit Rücksicht auf Er 
höhung der Gehälter, die Einstellung ungeübten Personals, Ersatz 
der männlichen durch weibliche Arbeitskräfte, Verpflegungskosten 
zuschüsse u. a. m.). Der Produzent rechnete dann häufig wie folgt: 
Friedenspreis: M = 100 
L= 50 
200 °/o U = 100 
250 
20 %> Gewinn 50 
300 
Kriegspreis: 200 + 100°/o 
70 + 40 % 
220°/» 154 + 54% 
424 -f- 69,6 °/o 
84,8 + 69,6% 
508,8 + 69,6 °/o 
Unterschied beider Forderungen: 
100 + 20 + 54 + 34,8 = 208,8. 
Der Unkostenzuschlag des Kriegspreises ist unrichtig, unangemessen 
hoch. Wenn mit 200% = 100 Mk. in Friedenszeiten die Unkosten 
gedeckt waren und im Kriege um 20% gestiegen sind, so waren 
nur 120 Mk. zur Deckung in diesen teueren Zeiten erforderlich. 
Bei 70 Mk. Lohn war ein Zuschlag von etwa 175,%’ gerechtfertigt. 
Genauigkeit der Kalkulation vorausgesetzt, ist der Gewinn von 50 
auf 84,8 Mk. ohne erheblichen Mehraufwand an Unternehmerarbeit 
gestiegen, d. h. um 69,6%. In der Überdeckung der Unkosten (154 
-4-120) liegt ein „stiller“ Nutzen von 34 Mk., insgesamt 118,8 Mk. 
Gewinn = 30,5.% der wirklichen Selbstkosten (200 —f— 70 —120). 
Selbst wenn die Friedenszuschläge von nur 200% in Anrechnung 
gebracht worden wären (140 Mk.), würde die Unkostendeckung zu 
hoch gegriffen sein. Die Wertverschiebungen zwischen Material, 
Lohn und Unkosten gegen die Friedensverhältnisse würde eine Neu 
berechnung der Verhältniszahl für die Kostenaufschläge bedingen, 
die zumeist zu einem niedrigeren Ergebnis geführt hätte, es sei 
denn, daß die Steigerung der Arbeitskosten und jene der Unkosten 
gleich hoch war. 
Noch ist darauf hinzuweisen, daß sich die Gewinne am Kriegs 
preis wegen des Zuschlages der Gewinnprozente auf die Selbst 
kosten, also mit Einschluß der Verteuerung der direkten Kosten, 
gleichfalls steigern mußten. Wollte man im Beispiel den Friedens-
	        

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Die Selbstkosten-Berechnung Industrieller Betriebe. J. D.Sauerländers Verlag, 1921.
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