Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die deutsche Hausindustrie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Sechstes Kapitel. Staatshilfe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

188 
VI. Kao.: Staatshilfe 
Kräfte im Erwerb zu verbrauchen. Schließlich aber verbleibt hier auch 
der Caritas ein weites Betätigungsfeld. 
Es kann auch infolge des gefetzlichen Minimailohns der Fall eintreten, daß 
nicht bloß die alten und gebrechlichen Arbeiter, fondern die Heimarbeiter 
überhaupt zu entlaffcn find, und daß dann die allgemeine Arbeitslofigkeit 
der ans Haus gebundenen Arbeitskräfte die Not nur vergrößern wird. x ) Der 
Unternehmer, infolge der Minimailohngcfetzgebung vor die Frage gestellt, ent 
weder den Mindeftlohn zu zahlen und mitVerluft zu arbeiten, oder überhaupt 
die Unternehmung aufzugeben, wird fichcrlich in der Regel das zweite wählen 
und feinen bisherigen Verlagsbetrieb in eine Fabrik umwandeln oder das Unter 
nehmen überhaupt aufgeben. Die Möglichkeit einer folchen Verfchlimmerung 
der Lage für die Heimarbeiter ift nicht zu leugnen. Sie beweift, mit welcher 
Vorficht und wie kafuiftifch die Lohnämter in ihren Feftfetzungen Vorgehen 
müffen. Übrigens müßten in folchen Fällen, wo die Erhaltung der Heimarbeit 
fich im Intereffe größerer Perfonenkreife als wünfehenswert herausftellt, Staat 
und Gemeinde für die Überführung in andere Erwerbszweige Gelegenheit bieten, 
eventuell für die Einführung einer neuen Hausinduftrie Sorge tragen, aber 
nur unter der Bedingung einer zufriedcnftellenden Lohntarifierung. 
Diefelbe Möglichkeit, aber imUnternehmerintereffe erwogen, weckt 
die Befürchtung, daß eine fühlbare Lohnerhöhung den Weiterbetrieb mancher 
bisher blühenden Gewerbezweige unmöglich mache. Viele Erzeugniffe der 
Hausarbeit fänden nur deshalb auf dem Inlands- und Auslandsmarkt Abfatz, 
weil ihre Herftellung zu den bisherigen niedrigen Löhnen möglich fei. Eine Ver 
drängung heimifcher Induftrien vom Weltmarkt bedeute ftets einen nationalen 
Verluft. — Beabfichtigt wird durch die Lohnämter nicht eine Lohnerhöhung 
auf der ganzen Linie, fondern eine Befeitigung der menfehenunwürdigen Löhne 
in den Elendsinduftrien. Der „orts- und berufsübliche Lohn“, der bisher fchon 
von anftändigen Firmen gezahlt wurde, foll dabei als Norm für die Mindeft- 
lohnfeftfetzung betrachtet werden. Dabei dürfte fich im allgemeinen ein 
Mindeftlohn ergeben, der fowohl dem Bedarfsminimum als dem ökonomifchen 
Wert der Arbeit entfpricht. Eine derartige Uniformierung der Löhne in der 
Hausinduftrie würde nur die Schmutzkonkurrenz befeitigen und niemanden in 
feiner Stellung auf dem Markte fchädigen. Jetzt werden für dasfelbc hausindu- 
ftrielle Produkt von derfelben Qualität, oft am felben Ort, neben den beklagens 
werten allzu niedrigen Löhnen auch höhere Löhne gezahlt — die Heimarbeit- 
ausftcllungen waren reich an Belegen dafür — ohne daß diejenigen Gewerbe 
treibenden, die beffere Löhne zahlen, dadurch vom Markte verdrängt würden. 
J ) E. Schmidt, Arbeitslohn und Produktionstechnik in der Heimarbeit. 
Zeitfchrift für Sozialwiffenfchaft (19*2) 753 ff.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.