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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

98 
IV. Kap.: Wirtfchaftliche und foziale Zuftände in der Hausinduftrie 
TvCv 
kommensquote zu Wohnzwecken gegenüberftehen. machen eine ausreichende 
Ernährung in den meiften Fällen ganz unmöglich. *) Der Vers, der in dem ftark 
hausinduftriellen Meininger Oberland gefungen wird: „Kartoffeln in der Früh 
— zu Mittag in der Brüh — des Abends mit|amt dem Kleid — Kartoffeln in 
Ewigkeit!“ gibt für zahlreiche hausinduftrielle Familien den wefentlichen 
Teil des täglichen Küchenzettels ab. Kartoffeln machen die Hauptnahrung 
aus. Die Einzelheiten des Küchenzettels und die lokal abweichenden Methoden, 
mit denen die Ärmften ihr tägliches Gericht dem Gaumen fchmackhafter 
zu machen verfuchen, find geradezu deprimierend: Zichorienkaffee, Kaffee- 
waffer, Brot, Butterbrot, bisweilen mit Käfe oder Flei|ch belegt, Gemüfe, 
wenig Hülfenfrüchte, mitunter Reis, Bier, Milch find dazu auserfehen, Ab- 
wechflung in die einförmige Nahrung zu bringen. Statt der Fleifchkoft, die in 
vielen Heimarbeiterfamilien feiten und fpärlich ift, dient häufig der Hering; 
und felbft diefer ift für manche ein Seltenheitsgericht. Das Weberelend, 
das Gerhart Hauptmann in feinem Schaufpiel „Die Weber“ mit photogra- 
phifcher Treue gefchildert hat, gehört noch durchaus nicht der Vergangen 
heit an. 
Das belegt u. a. v. Rechenberg, der die E r n ä h r u n g s w e i | e der 
Zittauer Handweber ausführlich fchildert. * 2 ) Ihre Koft befteht im wefent 
lichen aus Brot und Kartoffeln. Die Kartoffeln, die mittags das Hauptgericht 
bilden, außerdem aber auch öfters abends und fogar morgens auf dem Tifch 
erfcheinen, find faft das einzige warme Gericht in der Koft und drücken diefer 
damit ein eigenartiges Gepräge auf. Das Brot macht 55 Prozent, Kartoffeln 
etwa 18 bis 19 Prozent, Butter 9 Prozent, Roggenmehl 7 Prozent der gefamten 
zugeführten Energie aus, fo dafz annähernd 90 Prozent des Stoffwechfels 
durch Roggenbrot, Roggenmehl, Kartoffeln und Butter beftritten werden. 
Nächft den genannten Nahrungsmitteln wird am regelmäßigften noch etwas 
Milch und bisweilen nur Fleifch genoffen. Nur gelegentlich wird etwas Hering 
vorgefetzt. Alle übrigen Nahrungsmittel, wie Käfe, Eier, Zucker, Obft, 
kommen fo feiten auf den Tifch, dafz fie keinen nennenswerten Anteil zu dim 
Kraft- und Stoffwechfel beitragen. Die Merkmale diefer Koft find Armut 
an Genufzmitteln und geringe Abwechflung, da Gemüfe, wie Bohnen, Kohl 
rüben, nur etwa dann genoffen werden, wenn ein eignes Gärtchen vorhanden 
') S. Orandke a. a. 0. 275—295; Glücksmann a. a. 0. 498; Baum 
a. a. 0. 16; S t i 1 I i c h a. a. 0. 73. 
2 )v. Rechenberg, Die Ernährung der Handwerker in der Amtshauptmann- 
fchaft Zittau, Leipzig 1890; vgl. F. Hirfchfeld, Einfluß der Ernährung auf Krank 
heit und Sterblichkeit in dem Sammelwerk „Krankheit und foziale Lage“ von Moffe 
und Tugendreich, München 1912.
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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