Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Einführung in die Kriegswirtschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Einführung in die Kriegswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1004940505
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-17272
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Einführung in die Kriegswirtschaftslehre
Edition:
Sonderabdruck aus: "Mitteilungen aus dem Intendanzwesen"
Place of publication:
Wien
Publisher:
[Seidel]
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (Seiten 2-13, Seiten 2-16, Seiten 2-46)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schlußbemerkungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in die Kriegswirtschaftslehre
  • I. Die Kriegswirtschaftslehre als Sonderdisziplin
  • II. Verschiedenartigkeit der Kriegswirkung
  • III. Das Problem der Reserven
  • IV. Arten der kriegswirtschaftlichen Bedarfsdeckung
  • V. Aufgaben und Wesen des Geldes
  • VI. Beschaffung von Zeichengeld
  • Beschaffung von Weltgeld
  • VIII. Organisation der unmittelbaren Realienbeschaffung
  • IX. Sicherung des Realienbedarfes für den Kriegsfall
  • X. Rückwirkungen des Krieges und der Rüstungen auf Geld und Kredit
  • IX. [i. e. XI.] Rückwirkungen des Krieges und der Rüstungen auf Produktion und Handel
  • XII. Der Kriegserfolg
  • Schlußbemerkungen

Full text

46 
und kaum zu lösende Schwierigkeiten hinweisen. 
Freilich die Wirklichkeit wartet nicht darauf, daß 
man alle Probleme löst, ehe man handelt und 
immer wieder ist der Mensch gezwungen, energisch 
und ohne Zögern auf Gebieten vorzugehen, die 
er keineswegs übersieht. Aber wenn er schon ohne 
ausreichende Einsicht handeln muß, dann soll er 
dies wenigstens wissen. 
Dann wird die Tendenz Zurückbleiben, un 
aufhörlich an der Erringung von Einsicht zu ar 
beiten. Daran können alle Parteien in gleicher 
Weise mitwirken. Man kann den Mechanismus 
von Gewehren studieren, ohne sich damit für 
oder gegen die Benützung der Gewehre zur Tötung 
von Menschen auszusprechen. 
Ich kann am Schluß nur nochmals wieder 
holen, daß die Kriegswirtschaftslehre vor allem 
eine kontinuierliche Pflege benötigt. Alle Kultur 
beruht auf Erfahrungen und deren den Verhält 
nissen entsprechende Verwertung. Die Kriegswirt 
schaftslehre wird immer bedeutsamer, weil die 
Kriegslasten immer stärker anwachsen, weshalb 
man ihre Einwirkung auf dem Volkskörper syste 
matisch studieren muß, soll nicht einmal ein Zu 
sammenbruch stattfinden, den man nicht voraus 
gesehen hat. 
Man ist heute mehr als früher darauf aus» 
die Belastungen der Bevölkerung, möglichst zweck 
mäßig zu verteilen. Es gibt Fälle, in denen die 
Kriegsrüstung anregend, andere in denen sie 
lähmend wirkt. Diese Wirkungen genau zu unter 
suchen und festzustellen, wann das eine, wann 
das andere geschieht, ist eine Hauptaufgabe der 
Kriegswirtschaftslehre. 
Alle diese Probleme haben dazu geführt, 
daß ich die Gesamtorganisation in den Mittel 
punkt der Betrachtung gerückt habe. Insbeson 
dere auch die Organisation der internationalen 
Welt. Nur wenn man ganze Staatenverbände be 
rücksichtigt, kann man die Wirkungen eines 
Weltkrieges einigermaßen richtig prophezeien 
lernen. Aber auch das kann nicht die Arbeit ein 
zelner sein. Nur emsige Kooperation wird Erfolg 
in dieser Richtung bringen. Insbesondere dürfte 
das Zusammenwirken von Armee- und Zivilver 
waltung in der nächsten Zeit eine größere Rolle 
spielen als bisher. Armee- und Zivilverwaltung 
haben ihr eigenes Leben. Das hat einen be 
stimmen sozialen Zweck, aber diese Selbständig 
keit kann auch zu Reibungen führen und zu un 
nützer Kraftverschwendung. Derartige Konflikte 
kommen aber nicht nur zwischen Zivil und 
Armee vor. Auch innerhalb der Armeeverwaltung 
und innerhalb der Zivilverwaltung gibt es Ri 
valitäten, die zuweilen lähmend wirken. Diese 
lähmenden Wirkungen sind umso stärker, je 
fremder man einander gegenübersteht, je seltener 
gemeinsam gearbeitet wird. Wird die Kriegs 
organisation zu etwas, das alle Teile der Armee- 
und Zivilverwaltung angeht, an der also gemein 
same Kommissionen dauernd mitwirken, dann 
nimmt auch das gegenseitige Verstehen zu, 
und es wird allen klar, daß eine 
starke Armee sich dauernd nur in einem starken 
Volkskörper erhält. Eine Armee, die auf Kosten 
der Volksgesundheit sich erhält, treibt Raubbau. 
Freilich in welchem Falle die Armee den Volks 
körper zu stark in Anspruch nimmt, wann da 
gegen durch eine Schwächung der Armee die 
Gesamtheit leidet, das kann man allgemein kaum 
angeben. Aber das man überhaupt diesen grund 
legenden Fragen dauernde Aufmerksamkeit zu 
wendet, wäre bereits ein gewisser Erfolg. Wenn 
das Verständnis für den Volkskörper zunimmt, 
dann werden auch die einzelnen Institutionen 
richtiger gewertet werden, als dies heute vielfach 
der Fall ist. 
Alle Teile des Staates haben ein Interesse 
daran, daß die übrigen Teile gedeihen, ln diesem 
Interesse für einander besteht das wahre Staats 
gefühl. Die Einheit des Staates besteht vor allem 
darin, daß man sich gegenseitig kennt. Diese 
gegenseitige Kenntnis fördert alle Wissenschaften 
diesich mit dem Staatsorganismus beschäftigten. 
Zu ihnen gehört auch die Kriegswirtschaftslehre.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Einführung in Die Kriegswirtschaftslehre. [Seidel], 1914.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.