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Die Fabriksparkasse

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Bibliographic data

fullscreen: Die Fabriksparkasse

Monograph

Identifikator:
1005178828
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18208
Document type:
Monograph
Author:
Altenrath, Johannes http://d-nb.info/gnd/1023399458
Title:
Die Fabriksparkasse
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 96 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Spareinrichtungen für Erwachsene
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Fabriksparkasse
  • Title page
  • Contents
  • I. Bericht über die Konferenz für Fabriksparwesen
  • II. Überblick über das Fabriksparwesen / von Dr. Altenrath, Charlottenburg
  • III. Sparkassen für jugendliche Arbeiter / von Geh. Kommerzienrat Moritz Böker, Remscheid
  • IV. Spareinrichtungen für Erwachsene
  • V. Die Alterssparkasse der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. in Leverkusen / von Dr. Schulze, Leverkusen
  • VI. Bestimmungen für Spareinrichtungen, Satzungen und Flugblätter
  • VII. Formulare

Full text

46 
der Zeit die beantragte Summe wieder zu ersetzen, so 
wird sie ihm nur unter der Bedingung ausbezahlt, daß 
er je nach seiner Leistungsfähigkeit wöchentlich eine 
besondere Einlage von 0,50 bis 2 dH in die obliga 
torische Sparkasse leistet. Dieses Verfahren hat sich 
außerordentlich bewährt; es verhindert leichtsinniges Geld 
ausgeben, der Sparer verzichtet entweder auf die Aus 
zahlung oder er füllt sein Guthaben nach so und so langer 
Zeit wieder auf. 
Die Erfahrungen, die meine Eirma mit diesem 
Systeme der Zwangssparkasse gemacht hat, sind im Laufe 
der vielen Jahre nur die allerbesten gewesen. Das be 
weist in erster Linie die jährliche Zunahme des Bestandes 
der Sparkassen. Bei einer augenblicklichen Arbeiterzahl 
von 476 Köpfen, einschließlich der Invaliden, betrugen 
die Einlagen in die Sparkassen am 31. Dezember 1912 
727600 oH. Von dieser Summe sind rund 100000 oft 
Guthaben früherer Arbeiter abzurechnen. Die verbleiben 
den 627 000 dl verteilen sich mit 402000 dl auf die obliga 
torische, 225000 d'l auf die freie Sparkasse. Das durch 
schnittliche Guthaben pro Kopf beträgt demnach in der 
obligatorischen Sparkasse 850 dl, in beiden Kassen zu 
sammen 1300 di- Wenn man bedenkt, daß die Llälfte 
der Arbeiterschaft aus Mädchen besteht, die zum größten 
Teile nach acht- bis zehnjähriger Beschäftigung die Arbeit 
wegen Heirat verlassen, so darf man diesen Durch 
schnittssatz als recht hoch bezeichnen. Tatsächlich hat 
auch ein sehr großer Teil namentlich der männlichen 
Arbeiterschaft die 2000-oÄ-Grenze erreicht und ist somit 
des Sparzwanges enthoben. Aber so erzieherisch hat dieser 
Zwang gewirkt, daß auch nicht ein einziger Arbeiter 
nicht in der bisherigen Weise weiter spart. Sie zahlen 
alle ihre wöchentlichen Einlagen in die freie Sparkasse 
weiter ein und sammeln damit einen zu ihrer freien Ver 
fügung stehenden Fond an, den sie auch ohne Genehmi 
gung des Ältestenrats angreifen können. Bis dieses er 
strebenswerte Ziel erreicht ist, steigt und fällt die Kurve 
des Guthabens bei den Einzelnen je nach dem Lebensalter. 
Vom Eintritt in die Fabrik bis zur Militärzeit nimmt das 
Sparguthaben bei Einlagen von 10% des verdienten 
Lohnes schnell zu, die Dienstzeit und die Neuausrüstung 
für den zivilen Beruf erfordert wieder einige Entnahmen, 
worauf bis zur Verheiratung die Sparbüchse sich zu einer
	        

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Die Fabriksparkasse. Carl Heymanns Verlag, 1914.
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