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Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen

Monograph

Identifikator:
1006095764
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-17792
Document type:
Monograph
Author:
Buomberger, Ferdinand http://d-nb.info/gnd/101625340
Title:
Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Kommissionsverlag von Albert Müller
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (47 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeitsverhältnisse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen
  • Title page
  • Einleitendes
  • Die Arbeitsverhältnisse
  • Contents

Full text

i 
46 
teils die Behandlung, teils aber hygienische Zustände. Dass einige 
der Arbeiterinnen die vorgedruckten Schlagwörter „drückende 
Abhängigkeit ■— ungenügende Unterkunft“ unterstrichen haben, 
erwähnen wir bloss, dagegen gibt es auch Antworten, die ziem 
lich scharf lauten, wie z. B.: „Wünsche und Beschwerden werden 
vom Prinzipal abgewiesen mit der Bemerkung: „Wenn es Ihnen 
nicht passt, so können Sie gehen“. 
Eine Damenschneiderin in einem Geschäft der Stadt schreibt: 
„Werde Ende dieses Monats wieder gehen, da ich hier unter 
einer kolossalen Belästigung von seiten der Kommis und des 
Prokuristen zu leiden habe. Geht man aber auf diese Liebeleien 
nicht ein, so hat man natürlich nachher einen recht schweren 
Stand“. 
Was die Sorge für Gesundheit anbetrifft, so klagen die 
meisten Ladentöchter über Mangel an jeder Sitzgelegenheit. Eine 
Kollegin aus Zürich sagt kurz: „Für gesundheitszuträgliche Laden 
lokalitäten sollte auch besser gesorgt werden“. Eine andere aus 
dem Lande beklagt sich über unregelmässige Essenszeit und 
über das im Winter ungeheizte Lokal. 
Aus der Stadt bemerkt eine Verkäuferin: „Es dürfte auch 
etwa eine Gesundheitskommission Nachschau halten, da hin und 
wieder aus Sparsamkeit die Wasserspühlung in den Aborten 
der Angestellten abgestellt wird“. 
Eine Damenschneiderin auf dem Lande klagt über sehr 
mangelhafte Beleuchtung und eine Näherin aus der Stadt über 
ganz ungenügende Heizung des Arbeitslokals. 
Eine Schneiderin, die wahrscheinlich von der Existenz 
eines Arbeiterinnenschutzgesetzes keine Ahnung hat, schreibt: 
„Ich finde, dass es sehr am Platze wäre, wenn die Beschaffenheit 
des Arbeitsraumes untersucht würde, und wenn gesetzlich ge 
regelt würde, welche Ausdehnung dieser haben soll. Nicht wie 
bei uns, wo 10 bis 11 Personen in einem kleinen Zimmer arbeiten 
müssen, in welchem das Mobiliar den grössten Teil in An 
spruch nimmt“. 
Damit sind wir am Schlüsse unserer kleinen Arbeit ange 
langt, im vollen Bewusstsein, dass die Ergebnisse, um der kleinen 
Zahl willen, nicht überall sich ganz einwandfrei gestalteten, aber 
auch im Bewusstsein, dass das vorhandene Material bis auf das
	        

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Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter Und Arbeiterinnen. Kommissionsverlag von Albert Müller, 1914.
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