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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
100669000X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18753
Document type:
Monograph
Title:
Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Carl Marhold Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 70, 441 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege. 17 
lauten eben meistens „für Wohlfahrtszwecke“, und weil deshalb eine Zergliederung 
nicht möglich gewesen ist, so sind diese Beträge der Gruppe 3 überwiesen worden. Nur 
darauf ist geachtet worden, daß in dieser allgemeinen Bezeichnung „für Wohlfahrtszwecke“ 
nicht die gesetzlichen Anforderungen mit enthalten gewesen sind. Wo letzteres der 
Fall war, ist die betreffende Notiz unbeachtet geblieben, wie dies z. B. äußerst oft 
bei den Gewinn- und Verlust-Aufstellungen der Aktiengesellschaften der Fall ist. Es erklären 
sich hieraus die verhältnismäßig geringen Beträge der deutschen Aktiengesellschaften für 
Wohlfahrtszwecke. Im ganzen zeigt der 24jährige (für die Jahre 1883, 1885, 1887, 1889, 
1892 und 1893 sind keine Beträge ermittelt worden) Betrag der Gruppe 3 die hohe Summe 
von 261 099967 M., von der allein auf das Jahr 1912 ein Betrag von 19603861 M. entfällt. 
Die Gruppe 4 umfaßt meistens Vermächtnisse, welche an die Stadtverwaltungen zur 
Ausführung von gemeinnützigen Anstalten und Einrichtungen aller Art ge 
fallen sind. Da der Anfall solcher Vermächtnisse vom Zufall abhängt, so ergibt sich daraus 
die Unregelmäßigkeit innerhalb der Jahressummen. Vom Jahre 1887;—1912 (in den Jahren 
1883—1886 sind keine Zuwendungen festgestellt worden) ergibt sich ein Gesamtbetrag 
von 272 572 370 M. Es ist diese Gruppensumme also nächst Gruppe 1 die höchste der 
23 Gruppen. Auf den Jahresdurchschnitt entfallen über 10 Millionen Mark, auf das Jahr 
1912 entfällt ein Betrag von 17 714 109 M.! 
Es bedarf nicht des besonderen Hinweises, daß alle für „gemeinnützige“ Einrichtungen, 
meistens von früheren Großindustriellen, Kaufleuten, Bankiers und deren Erbberechtigten 
gemachten Vermächtnisse und Schenkungen — die Aktiengesellschaften und Banken als 
solche haben, wie ja die für das Jahr 1912 in Tabelle 2 gegebenen detaillierten Zahlen 
ausweisen, nur einen geringen Anteil an Gruppe 3 — in erster Linie den arbeitenden 
Klassen und ihren Angehörigen zugute kommen. 
Unter Gruppe 5, Fürsorge für die Erhaltung des Handwerks, sind meist solche 
Beträge rubriziert worden, die von Privaten, meist wohlhabend gewordenen ehemaligen 
Handwerkern, für Unterstützung kreditbedürftiger Handwerker, für Förderung der hand 
werksmäßigen Fachbildung, für Prämiierung von Gesellen- und Lehrlingsarbeiten usw. 
gemacht worden sind. Die Altersfürsorge für Handwerker macht sich meist durch Zu 
wendungen für Errichtung von Altersheimen, Freiwohnungen, sowie von Wohltätigkeits 
stiftungen usw. geltend, und es sind daher die hierauf bezüglichen Beträge in die Gruppen 7, 
13 und 17 gefallen. 
Für einen 22jährigen Zeitraum (für die Jahre 1883—1886, 1888, 1891, 1895 und 1899 
sind keine Beträge ermittelt worden) ist ein Gesamtbetrag von 17 584 825 M. ermittelt 
worden. 
KINDERFÜRSORGE UND JUGENDPFLEGE. Dieses Gebiet der indirekten Arbeiter 
fürsorge ist seitens der Arbeitgeber erst in jüngster Zeit mit freiwilligen Zuwendungen plan 
mäßiger bedacht worden. Erst nachdem die Versicherungsanstalten durch ihre Heil 
behandlung und die städtischen Armen- und Fürsorgeämter in der Kinderfürsorge bisher 
fast unbekannte, in ihren sichtlichen Erfolgen aber nachahmenswerte Einrichtungen schufen, 
wendete sich auch die private Fürsorge mehr diesen Wohlfahrtsaufgaben zu. So haben wir für 
die Jahre 1883—1899 entweder gar keine (1885 und 1898) oder doch nur minimale Beträge 
in die obige Bezeichnung tragende Gruppe 6 einschreiben können, der Durchschnitts 
betrag dieses 17jährigen Zeitraumes beläuft sich auf die Summe von 140 089 M. Erst 
vom Jahre 1900 ab wird der Jahresbetrag der freiwilligen Zuwendungen für diesen Zweck 
ein beachtlicher, er steigert sich von 1 239 324 M. im Jahre 1900 auf 4 160 325 M. im 
Jahre 1904, fällt dann wieder etwas im Jahre 1905, für welches Jahr 2 719 032 M. festge 
stellt wurden, und steigt dann wieder für das Jahr 1912 auf 3 963 961 M. Im ganzen weist 
der jüngste 30 jährige Zeitraum einen Betrag von 44115 243 M. für Kinderfürsorge und 
Jugendpflege auf. Es sind aber außerdem in den Gesamterträgnissen der Gruppen 8 (soweit 
nämlich die Kinderkrankenfürsorge in Betracht kommt), 9 (Gesundheitspflege, Ferien-
	        

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