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Die Schweiz

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Bibliographic data

fullscreen: Die Schweiz

Monograph

Identifikator:
1008917265
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19129
Document type:
Monograph
Author:
Flückiger, Otto http://d-nb.info/gnd/117736708
Title:
Die Schweiz
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Druck und Verlag von Schultheß & Co.
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 243 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Aufbau
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Schweiz
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeines
  • Aufbau
  • Das Klima
  • Gewässer
  • Nutzbare Mineralien
  • Die Landwirtschaft
  • Industrie
  • Handel
  • Verkehrswege
  • Fremdenverkehr
  • Bevölkerung
  • Einzelbeschreibung
  • Die Karten der Schweiz
  • Index

Full text

4 
Entstehung Die Alpen und der Jura sind Faltengebirge; sie verdanken 
und^des'Ju"a. ^ rc Entstehung dem Schrumpfen der Erdrinde. Das glühend 
heiße Erdinnere verliert durch Ausstrahlung allmählich an Wärme. 
Infolge der Abkühlung zieht eZ sich zusammen. Die starre Erd 
kruste wird im Verhältnis zum schwindenden Erdkern zu groß; 
sie sinkt ein und legt sich, gleich einem zu groß geschnittenen 
Kleid, in parallel laufende Falten. Eine solche Runzelung er 
streckt sich über weite Flächen und schiebt die Gesteinsschichten zu 
Falten- oder Kettengebirgen zusammen. Die Stärke des Zusammen- 
schubs ist bei den einzelnen Gebirgen recht ungleich. Im Jura 
sind die ursprünglich wagrechten Gesteinsbänke nur schwach wellen 
förmig verbogen; die Falten laufen meist mit breiten Zwischen 
räumen, ohne einander zu stören, dahin. In den Alpen war 
der Schub viel kräftiger; die Falten erscheinen hier eng zusammen 
gepreßt, als gewaltige Decken bisweilen so übereinandergeschobcn, 
iueinandergeknetet oder ausgewalzt, daß es oft schwer hält, dem 
Verlaus der einzelnen Gesteinsschichten zu folgen. Eine noch größere 
Schwierigkeit, den Aufbau der Alpen kennen zu lernen, liegt darin, 
daß die äußeren Formen des Gebirges heute ganz andere sind, 
als die Anffaltung allein sie zustande gebracht hätte. Als das 
Gebirge sich zu heben begann, da fing die Verwitterung an, die 
gehobenen Felsmassen zu zerstören; das fließende Wasser und das 
Eis führten fortwährend die Trümmer weg und gruben allmählich 
tiefe Täler in den Gebirgskörper ein. In Jahrmillivnen langer 
Zerflörungsarbeit sind die Alpen um ein Drittel ihrer Höhe ab 
getragen und durch reich verzweigte Talfurchen zerschnitten worden; 
sie sind nur noch eine Ruine des einstigen Baues. Im weit 
jttngern Jura hat die Verwitterung die ehemaligen Formen des 
Gebirges nicht so stark zu ändern vermocht. Die Falten treten 
hier deutlich zu Tage; einzelne unter ihnen, wie der Chaumont 
ob Reuenburg, sind so wohl erhalten, als ob ihr Gewölbe erst 
jüngst entstanden wäre. So gewaltig und eindrucksvoll die Gebirge 
sich auftürmen, so bescheiden ist ihre Höhe im Vergleich zur Größe 
der Erde. Auf einem Erdglobus von 3 m Durchmesser müßten 
die Alpen als eine Erhöhung von nur 1 mm erscheinen.
	        

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Die Schweiz. Druck und Verlag von Schultheß & Co., 1914.
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