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Weltporto-Reform

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Bibliographic data

fullscreen: Weltporto-Reform

Monograph

Identifikator:
1008918695
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20162
Document type:
Monograph
Author:
Jürgensohn, Arved http://d-nb.info/gnd/1045767883
Title:
Weltporto-Reform
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Druck und Verlag von Liebheit & Thiesen
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 317 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vorrede und Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltporto-Reform
  • Contents
  • Title page
  • Vorrede und Einleitung
  • Kapitel I. Das Inlandsporto als Auslandsporto
  • Kapitel II. Die Weltportobewegung des letzten Jahrzehnts
  • Kapitel III. Der Entwicklungsgang des In- und Auslandsportos
  • Kapitel IV. Der Siegeszug des internationalen Pennyportos
  • Kapitel V. Der Chinesische Weltpostverein
  • Kapitel VI. Die Transitgebühren im Weltpostverkehr
  • Kapitel VII. Welt-Pennyporto und Postfinanzen
  • Kapitel VIII. Verkehrssteigerungen nach Portoermässigungen
  • Kapitel IX. Einnahmeausfälle und Mehrausgaben
  • Kapitel X. Reformvorschläge
  • Kapitel XI. Weltverkehr, Weltbriefmarke und Weltmünze
  • Anhang. Kapitel XII. Die Sonderpostenvereine im Weltpostverein

Full text

XVII 
Am 5. Dezember 1846 trat er dieses Amt an, als „Secretary to the 
Postmaster General“, wie der Titel noch, heute lautet. Es gab nun zwei 
nebeneinander stehende „Sekretäre“, und gab daher beständig Reibungen und 
Kompetenzkonflikte in dieser Zwitterstellung, die den stets zu Kränklich 
keit geneigten Hill arg aufrieben. 
. Erst am 21. April 1854 trat sein Widersacher Maberly zurück,, und 
Rowland Hill wurde alsbald mit dem Höchstgehalt von 2000 £ 
(= 40 800 M) als alleiniger „Chief Secretary“ angestellt und konnte nun 
im wesentlichen die Alleinherrschaft führen 1 ). Zum Generalpostmeister, 
wie es seiner Tüchtigkeit wohl gebührt hätte, ist er freilich nie gemacht 
worden, obwohl Cobden meinte, in jedem weniger aristokratischen Lande 
als England wäre er es sicherlich geworden. Doch im wesentlichen war 
er doch der wirkliche Leiter der Postverwaltung und der ruhende Pol in 
der Erscheinungen Flucht. Denn als „Secretary“ blieb er stets auf dem 
Posten, während die Generalpostmeister, deren er sehr viele erlebte, mit 
jeder Parteiregierung wieder abtraten. Br hat in seiner Verwaltungszeit 
viele hunderte von Verbesserungsmassregeln und Neuerungen eingeführt 
und soweit er konnte, Ersparnisse erzielt. 
Erst am 4. März 1864, durch Krankheit geschwächt und durch Rei 
bungen mit dem Generalpostmeister Lord Stanley besonders dazu ver 
anlasst, gab Hill, ein Siebzigjähriger, seine Stelle endlich auf, erhielt aber 
statt eines Drittels sein volles Gehalt von 2000 £ als Pension, in An 
betracht seiner besonderen Verdienste, die das Schatzamt in einem eigenen 
Schreiben an ihn hervorhob. 
Seine Freunde taten aber noch mehr für ihn. Das Parlament be 
willigte ihm auf ihre Anregung im Juni 1864 als Nationalgeschenk eine 
Summe von 20 000 £ (408 000 M), hauptsächlich zur Sicherstellung seiner 
Familie. Der frühere Generalpostmeister Lord Clanricarde rühmte ihm bei 
dieser Gelegenheit nach, dass nie ein Staatsdiener eine öffentliche Belohnung 
mehr verdient hätte, und dass sein Name ln allen Landen fortleben würde. 
Am 27. August 1879 Ist Rowland Hill gestorben, 84 Jahre alt. 
Erstaunlich zahlreich erscheinen uns die Sympathiebeweise und 
Ehrungen des englischen Volkes, die ihm zuteil wurden, und ganz ausser 
ordentlich das Interesse, mit dem die Kaufmannschaft seine Pläne begleitete 
und seine Sache stützte. Schon bei der Veröffentlichung seiner Broschüre 
erboten sich mehrere, deren Kosten mit zu tragen. Der Abgeordnete Wallaoe 
war stets sein guter Engel. Die Einwohner von Wolverhampton, wo Hill 
in der Jugend gelebt hatte, stifteten ihm schon im September 1839 einen 
silbernen Kandelaber als Zeichen der Anerkennung; die von Glasgow be- * 
r ) Von Interesse mag die Feststellung sein, dass der „Secretary to the Post 
Office“ auch heute noch das gleiche Gehalt bezieht (2000 £j. der „Second Secretary“ 
1400 £. die „Assistant Seoretaries“ 1000—1200 £. der Generalpostmeister aber 2500 £, 
der erste Lord des Schatzes und der Schatzkanzler je 5000 £,. Die deutschen Gehälter 
sind niedriger; der Staatssekretär des Beiohspostamts (Qeneralpostmeister) empfängt 
80 000 M Gehalt und 14 000 M Ropräsentationsgelder, der Unterstaatssekretär („Secretary“) 
20 000 M, die 8 Direktoren im Beichspostamt („Assistant Secretaries“) je 15 000 M (dazu 
Wohnungsgeldzuschüsse).
	        

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Weltporto-Reform. Druck und Verlag von Liebheit & Thiesen, 1910.
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