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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

X 
Vorwort zur ersten Ausgabe. 
worden wäre. Das Aufkommen der historischen Schule in der Mitte 
des 19. Jahrhunderts z. B. fällt mit dem Wiederaufleben der libe 
ralen Schule und des Optimismus zusammen. Der Neo-Liberalismus 
der österreichischen Schule entwickelt sich gleichzeitig mit dem 
Staatsinterventionismus und dem Kollektivismus. 
Trotzdem wird man in dieser Entwicklung einen gewissen Rhyth 
mus der Bewegung bemerken: die Doktrin, die man die klassische 
nennen kann, tritt zuerst auf, wird dann unter dem Druck von mehr 
oder weniger sozialistischen Lehren zurückgedrängt, um später unter 
neuen Formen wieder aufzntauchen. Doch darf man sich hierdurch 
nicht verführen lassen, hierin nur eine einfache Ebbe- und Flut 
bewegung zu sehen, ein Auf- und Abschwanken, das dem ähnlich ist, 
das im Parlamentarismus die Vertreter der beiden großen Parteien 
abwechselnd zur Macht gelangen läßt. Wenn sich in der Geschichte 
der volkswirtschaftlichen Doktrinen Schwankungen der gleichen Art 
kund tun, so muß man ihre Ursachen weniger in den Lehren selbst, 
als in der Gunst der öffentlichen Meinung suchen, die in Wirklich 
keit jedesmal kommt und geht, wie der Wind sich dreht. 
Aber die Doktrinen und die Systeme haben ihr eigenes Leben, 
das keineswegs nur von der Mode abhängig ist. Es würde genauer 
sein, in ihrer Geschichte, wie übrigens in der Geschichte aller Ideen, 
einen Kampf ums Dasein zu sehen. Bald folgen sie nebeneinander- 
laufenden Wegen und teilen sich friedlich in die Herrschaft über die 
Geister; bald branden sie in stürmischen Wogen gegeneinander. Es 
kann geschehen, daß in diesem Zusammenstöße die eine der Doktrinen 
unterliegt und verschwindet. Öfter aber söhnen sie sich aus und 
verschmelzen in der Einheit einer höheren Synthese. Auch kommt 
es vor, daß diese oder jene Lehre, die man tot glaubte, lebendiger 
als jemals wieder aufersteht. 
Die Literatur zur Geschichte der Doktrinen ist außerordentlich 
groß. Außer schon höchst zahlreichen Allgemeingeschichten, außer 
Kapiteln, die sich in allen volkswirtschaftlichen Abhandlungen mit 
ihr beschäftigen, und zahllosen Aufsätzen in Zeitschriften gibt es 
kaum einen Schriftsteller, auch unter den unbekannteren, über den 
nicht eine oder mehrere Monographien vorlägen. Wenn wir alle 
diese Arbeiten hätten anführen wollen, würden wir diesen Band ins 
Maßlose haben anwachsen lassen, ohne doch dazu zu gelangen, voll 
ständig zu sein. Daher haben wir uns darauf beschränkt, zunächst 
selbstverständlich die Werke derer anzuführen, die die Helden dieser 
Geschichte sind. Ihre Kommentatoren und Kritiker zitieren wir nur
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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