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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Die Pessimisten. 
143 
wird man mir entgegenhalten, daß Niemand, der sich verheiratet, die 
Zahl seiner Kinder Voraussagen kann, und ob er nicht mehr als sechs 
haben wird. Das ist unbestreitbar“ (8. 570). 
Worin soll nun diese moralische Enthaltsamkeit bestehen? 
Hierauf antwortet er: „Enthaltung von der Ehe, zusammen mit 
keuschem Lebenswandel, nenne ich moralische Enthaltsamkeit“ (8.14). 
ln einer Anmerkung bemerkt er noch, um jedes Mißverständnis aus 
zuschließen: „Ich verstehe unter moralischer Enthaltsamkeit die, 
welche jemand hinsichtlich der Heirat aus einem Klugheitsgrunde 
übt, solange sein Lebenswandel während dieser Zeit durchaus 
moralisch ist. Ich habe mich in diesem Werke bemüht, nie von 
dieser Auslegung abzuweichen.“ Es ist also klar; es handelt sich um 
völlige Enthaltsamkeit von jedem geschlechtlichen Verkehr außer der 
Ehe, um das Hinausschieben der Ehe selbst bis zu einem Zeitpunkt, 
wo der Mann imstande ist, die Verantwortlichkeit für eine Familie auf 
sich zu nehmen, oder sogar um vollständigen Verzicht auf die Ehe, 
wenn dieser Zeitpunkt nie eintritt. 
Man sieht hieraus, daß Malthus durchaus die Mittel verwirft, 
deren Verbreitung heute von denen angestrebt wird, die sich auf ihn 
berufen: er verurteilt die, welche die freie Ausübung des geschlecht 
lichen Verkehrs, sei es außer, sei es in der Ehe befürworten, indem 
sie ihn absichtlich steril gestalten. Die Anwendung jedes Präventiv 
mittels bezeichnet er als Laster, im Gegensatz zur moralischen Ent 
haltsamkeit. Malthus ist in diesem Punkte sehr kategorisch: „Ich 
weise jedes künstliche und den Naturgesetzen zuwiderlaufende Mittel 
zurück, durch das man die Bevölkerung beschränken möchte. Die 
Hemmungen, die ich befürworte, sind mit der Vernunft in Über 
einstimmung und vor der Religion gerechtfertigt“ (8. 616). Und er fügt 
die für Frankreich wahrhaft prophetischen Worte hinzu: „Es wäre zu 
leicht und zu einfach, das Wachstum der Bevölkerung sogar völlig 
aufzuhalten, und damit würde man in den entgegengesetzten Fehler 
verfallen.“ 
Es ist kaum nötig darauf hinzuweisen, daß, wenn Malthus den 
ehelichen Präventivverkehr verwirft, er mit noch größerem Nachdruck 
gegen jenes andere Präventivmittel auftritt, das in der Einrichtung 
einer besonderen Klasse weiblicher, der Prostitution verfallener Wesen 
besteht 1 ). Mehr noch hätte er jene Mittel verworfen, von denen zu 
b „Die Prostitution, die allerdings der Bevölkerungsverroehrung Abbruch tut, 
zieht gleichfalls eine Schwächung der edelsten Herzenseigenschaften und eine Er 
niedrigung des Charakters nach sich. Jeder andere ungesetzliche Geschlechtsverkehr 
wirkt ebensosehr wie die Ehe auf ein Wachstum der Bevölkerung hin (wenn man 
nicht Mittel anwendet, die die Moral verwirft), läßt es jedoch viel wahrscheinlicher 
ei scheinen, daß die Kinder der Fürsorge der Gesellschaft zur Last fallen“ (S. 476).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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