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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die doppelte kaufmännische Buchhaltung
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil. Die allgemeinen Lehren
  • II. Teil. Die Praxis der Buchführung
  • Index

Full text

16 
Das Inventar. 
Die Wertmehrung des eigenen Kapitals beträgt 15 (durch Waren 
verkauf); dieser Gesamt- oder Rohgewinn wird durch die Un 
kosten auf 11 vermindert: der Wertunterschied zwischen Roh 
gewinn und Verlustausgaben (Kosten) ist der Reingewinn (11). 
Die Begriffe x ) Vermögen und Kapital gehen im Sprach 
gebrauch, in Gesetzgebung und Literatur durcheinander. Sie 
werden bald gleichbedeutend, bald unterschiedlich gebraucht. 
Man spricht von Anlage- und Betriebsvermögen und Anlage- 
und Betriebs/capitol, vom umlaufenden und flüssigen Kapital, 
von einer Vermögensbilanz, einem Kapitalkonto usf. In Lehr 
büchern der B. spricht man vom aktiven und passiven, vom 
Plus- und Minusvermögen; der Wertunterschied wird als das 
Rein-, Geschäfts- oder Handlungsvermögcn bezeichnet; andere 
wiederum sprechen von Kapital, ursprünglichem Kapital, Kapital 
oder Vermögenszuwachs, Zuschußkapital (Reserven) usw. 
Das BGB. erläutert den Begriff Vermögen nicht, obwohl es 
ihn wiederholt anwendet, setzt ihn also als bekannt voraus 2 ). 
Das HGB. will in den Büchern die Lage des „Vermögens“ 
ersichtlich machen (§ 38) und fordert die Aufzeichnung der Ver 
mögensgegenstände und der Schulden sowie einen das Verhältnis 
zwischen Vermögen und Schulden darstellenden Abschluß (§ 39). 
Dem „Kapitalanteil“ des Gesellschafters s ) ist der Gewinn zuzu 
schlagen (§§ 120 ff., 160). Das nach Berichtigung der Schulden 
verbleibende „Vermögen“ der Gesellschaft ist nach dem Ver 
hältnis der „Kapitalanteile“ unter die Gesellschafter zu ver 
teilen (§ 155). Der Vermögenseinlage des § 161 steht die Kapital- 
Vgl. Privatwirtschaltslehre, Abschnitt 3 u. 4. 
*) über den Vermögensbegrifl vgl. die grundlegende Arbeit von 
Sohtn, Vermögensrecht, Gegenstand, Verfügung; im Archiv für bürgerliches 
Recht Bd. 28, S. 173 f.; derselbe in Jherings Jahrbuch, Bd. 53, S. 343 f. 
Pisko, Das Unternehmen als Gegenstand des Rechtsverkehrs, Wien 1902. 
Brauweiler, Der Vermögensbegriff im Privat- und Strafrecht. Dissertation, 
Erlangen 1910. Fuchs, Vermögen und Vermögensverwaltung. Dissertation, 
Jena 1911. 
a ) Dieser Ausdruck tritt an die Stelle des im alten HGB. gebrauchte» 
„Anteil am Gesellschaftsvermögen“, welcher zur mißverständlichen Auf 
fassung geführt hat, als ob die zum Gesellschaftsvermögen gehörenden, 
Gegenstände nach Verhältnis der Kapitalrenten im Miteigentum der Gesell 
schafter ständen (Denkschrift S. 94).
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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