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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Die Pessimisten. 
159 
ein Drittel, des Einkommens aus dem Boden der Beihilfe der Natur 
zu verdanken sei J ). 
Malthus hat hierüber ein besonderes Buch geschrieben 2 ), und 
Ricardo zollt ihm die Anerkennung; „die wirkliche Lehre von der 
Rente entdeckt zu haben.“ Malthus nahm, wenigstens als Ausgangs 
punkt, die von den Physiokraten und Adam Smith gegebene Er 
klärung an, d. h. er sieht in der Rente die natürliche Wirkung einer 
von Gott der Erde verliehenen Eigenschaft . . ., einer Eigenschaft, 
die der Erde die Kraft gibt, mehr Menschen zu erhalten, als zu 
ihrer Bestellung nötig sind“. Für ihn ist aber die Bodenrente nicht 
nur das Resultat eines physischen Gesetzes; sie ergibt sich 
auch aus einem wirtschaftlichen Gesetze, das in dem einzig 
artigen Privilegium der Erde liegt, selbst die Nachfrage nach ihren 
Produkten hervorzurufen, so daß sie ohne Ende ihr eigenes Ein 
kommen und ihren eigenen W ert aufrecht erhalten und vermehren 
kann. Woher kommt das? Weil die Bevölkerung beständig dahin 
strebt, mit dem Vorrat von Lebensmitteln gleichen Schritt zu halten 
und sogar darüber hinaus zu wachsen, mit anderen Worten; weil 
überall zum mindesten ebensoviele Menschen geboren werden, wie die 
Erde ernähren kann. Diese neue Erklärung der Bodenrente ist eine 
Schlußfolgerung aus dem Gesetze Malthus’, nämlich des beständigen 
Fressens der Bevölkerung gegen ihren Nahrungsspielraum. 
Weiter hebt Malthus einen anderen Grundzug der Bodenrente 
hervor, eine so richtige und bedeutsame Beobachtung, das an ihr die 
Theorie Ricaedo’s sich entzündete: da die Erde nicht gleichmäßig 
fruchtbar ist, geben auch notwendigerweise die auf ihre Bestellung 
verwendeten Kapitalien ungleichmäßigen Gewinn. In diesem Unter 
schiede zwischen dem normalen Gewinne aus mittelmäßigem Boden 
und dem größeren Gewinne aus fruchtbareren Feldern besteht nun 
gerade zugunsten der Besitzer fruchtbareren Bodens eine besondere 
Rentenkategorie, die differentiale Bodenrente, wie man sie später 
nennen sollte. 
Diese Rente erscheint Malthus, wie früher den Physiokraten, 
als völlig gerechtfertigt und durchaus im Einklang mit dem öffent 
lichen Nutzen.“ Für die Urbesitzer ist sie nur der gerechte Entgelt 
»ihrer Kraft und Geschicklichkeit“ gewesen, und für diejenigen, 
welche die Güter nachher erworben haben, gilt dasselbe, da sie ja 
niit den Früchten ihres Fleißes und ihrer Gewandtheit erworben 
worden sind. Sie besteht ohne Zweifel unabhängig von der Arbeit 
T A/vwi 
) Smith hatte die Industrie einer Ehe verglichen, aus der zwei Kinder ent 
springen, der Profit und der Lohn, während die Landwirtschaft drei gibt, die beiden 
erwähnten und die Rente. 
2 ) An inqnity into the nature and progress of rent, 1815.
	        

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Banking Standards under the Federal Reserve System. A. W. Shaw Company, 1928.
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