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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Die, Pessimisten. 
181 
an sich, was dieses Niveau übersteigt und sagt zum Kapitalisten und 
zum Arbeiter: „Macht die Sache nun untereinander aus.“ Dasselbe 
sagt auch Ricardo: „Der Anteil des einen kann nur in dem Maß 
größer werden, wie der des anderen kleiner wird: der Lohn kann 
nur auf Kosten des Profits steigen und umgekehrt 1 ).“ Eine er 
schreckende Voraussage, deren Richtigkeit uns die ganze Geschichte 
der bisherigen Arbeiterbewegung, und heute mehr als je, vor Augen 
zu führen bestimmt war. 
Die Behauptung dieses unvermeidlichen Antagonismus zwischen 
den Interessen des Kapitalisten und denen des Arbeiters versetzte die 
Volkswirtschaftler in Empörung und Bestürzung, die sich im Gegen 
teil mit dem Nachweis abmühten, daß Kapital und Arbeit solidarisch, 
fast Brüder seien. Daher sehen wir späterhin, wie Bastiat zu 
beweisen sucht, daß in der Entwicklung des Wirtschaftslebens sowohl 
der Anteil des Kapitals, wie der der Arbeit größer wird, und zwar 
der letztere im höheren Maße, als der erste. 
Was kann man aber gegen das Gesetz Ricaedo’s einwenden? Es 
scheint selbstverständlich zu sein, ein unbestreitbarer Truismus. Wenn 
ein Kuchen zwischen zwei Personen geteilt wird, so ist es klar, daß, 
je mehr der eine nimmt, um so weniger dem anderen bleibt. — Man kann 
und man muß sogar annehmen, wird gesagt, daß die zu verteilende 
Menge stetig wächst, so daß auch der Anteil jedes Teilempfängers 
größer wird. — Darum handelt es sich aber gar nicht 2 ). Wenn der 
Kuchen auch zehn- oder hundertmal so groß ist, die Tatsache bleibt 
doch bestehen, daß, wenn der eine mehr als die Hälfte nimmt, der 
andere eben weniger als die Hälfte erhält. Das ist aber alles, was 
das Gesetz Ricabdo’s besagt; es handelt sich nicht um Quanti 
täten, sondern um Proportionen. 
Da man daher zugeben muß, daß der Verhältnisanteil des einen 
der beiden Faktoren nur dann größer werden kann, wenn der des 
anderen kleiner wird, so entsteht die Frage, ob auf dieser Wage die 
Arbeit oder das Kapital schwerer wiegt? Anscheinend soll es die 
Arbeit sein, denn' Ricardo stellt als allgemein gültiges Gesetz die 
Tendenz des Profits auf, sich zu senken/ Diese These sollte 
*) „Vom Anfang bis zum Ende habe ich in diesem Werke zu beweisen versucht,y 
daß der Profitsatz mir im Verhältnis zmn Fallen des Lohnes steigen kann.“ 
Über die Ungenauigkeit des Ausdruckes Steigerung des Profits als gleich 
bedeutend mit Erhöhung des proportionalen Anteils des Kapitals am 
Produkt verweisen wir auf die Anmerkung der S. 183. 
2 ) Übrigens bestreitet das Eicaedo nicht. Er weist besonders darauf hin, daß 
sich sein Gedankengang auf die Hypothese, nach der der erzeugte Wert derselbe 
bleibt, aufbaut: „In der Annahme“, sagt er, „daß das Getreide und die 
Manuf akturerzeugnisse stets zum gleichen Preise verkauft 
werden, steigt oder fällt der Profit mit dem Fallen oder Steigen der Löhne“ (S. 84).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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