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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

188 
Erstes Buch. Die Begründer. 
Zahlung ihrer Eente in Gold verlangten oder eine Erhöhung der Pacht 
summen um das Disagio der Noten forderten. 
In seiner Schrift vom Jahre 1809 „(über den hohen Preis des 
Hartgeldes“ untersuchte er die Gründe dieser Entwertung und wies 
nach, daß die einzige Ursache die Ausgabe einer zu großen Menge 
von Banknoten war. Heute kann man meinen, daß hierin keine 
große Entdeckung verborgen lag! Er hatte aber die größte Mühe, 
seinen Gründen Geltung zu verschaffen, und die absurden Erklärungen, 
die man ihm entgegenhielt, zurückzuweisen. Er zeigte, wie diese 
Wertverminderung der Banknoten als notwendige Folge den Gold 
abfluß nach sich zog, während man im Gegenteil glaubte, daß der 
Abfluß des Goldes an dem ganzen Unglück Schuld sei, und versuchte, 
die Ausführung des Goldes gesetzlich zu verbieten. „Als Hilfs 
mittel würde ich Vorschlägen, daß die Bank nach und nach den Be 
trag ihrer Banknoten vermindere, bis zu dem Augenblick, in dem sie 
für den übrigbleibenden Teil (nämlich den, der noch im Umlauf be 
findlich ist) den Gegenwert in gemünztem Gelde angesammelt hat“ 
(S. 432). 
Warum nun aber nicht diesen Gedanken zu seinem logischen 
Ende denken, die Banknoten abschaffen und zum ausschließlichen 
Gebrauch von Metallgeld zurückkehren? „Weil,“ antwortet Eicaedo, 
dem selbstverständlich die oben zitierte vortreffliche Ausführung 
A. Smith’s gegenwärtig war, ‘„das Papiergeld einen solchen Ver 
kehrsfortschritt* darstellt, daß ich tief bedauern würde, uns unter 
dem Einfluß von Vorurteilen zu einem weniger fortgeschrittenen 
System zurückkehren zu sehen“ (S. 586). Wenn es wahr ist, daß 
die Einführung der Edelmetalle als Geldform einen so großen Fort 
schritt vorstellte, „so lehrt uns die Entwicklung auf Grund der Er 
fahrung und Einsicht, daß noch ein weiterer Schritt zu tun ist, und 
daß man ihnen (den Edelmetallen) die Aufgabe, die sie in weniger 
erleuchteten Zeiten mit so großem Vorteil erfüllt haben, nehmen muß“ 
(S. 586). Auch weist er darauf hin, daß, wenn das Metallgeld allein 
vorhanden wäre, der Fall eintreten könnte, „daß seine Menge sich 
nicht im gleichen Verhältnis mit dem Wachstum der Bevölkerung 
vermehren und infolgedessen verteuern könne, wodurch ein Preis 
sturz herbeigeführt würde. Eine vorsichtige Ausgabe von Papier 
geld, die sich nach dem Wachstum des dafür bestehenden Bedürf 
nisses regelt, würde dieser Gefahr begegnen.“ Er ist daher so 
wenig geneigt, das Papiergeld aufzugeben, um auf das Metallgeld 
zurückzugreifen, daß er gerade im Gegenteil das Metallgeld 
abschaffen will, um an seine Stelle Papiergeld zu setzen, aller 
dings unter der Bedingung, daß es nicht in übergroßer Menge ausge 
geben werden darf.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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