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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

-Kapitel II. Saint-Simon, die Saint-Simonisten n. d. Ursprung des Kollektivismus. 241 
legenes Haus zurück und führte dort mit ihnen vom April bis zum 
Dezember 1831 eine Art Klosterleben, während draußen die Propaganda 
lebhafter als je durch die Zeitung Le Globe, die seit Juli 1831 
das Eigentum der Schule war, getrieben wurde. Dieses merkwürdige 
Lehen wurde durch eine gerichtliche Untersuchung unterbrochen, der 
eine Verurteilung zu einem Jahr Gefängnis folgte, die das Schwur 
gericht gegen Enfantin, Duveegee und Michel Chevaliee unter 
dem Vorwände einer ungesetzlichen Vereinigung verhängte. Das 
war der Anstoß zur Auflösung. 
Dieser letzte Abschnitt, der aufsehenerregendste in dem ganzen 
Leben der Schule, machte auf die Zeitgenossen den meisten Eindruck. 
Die Eeligion des Saint-Simonismus verdunkelte und kompromittierte 
für einige Zeit den Saint-Simonismus als rein soziale Lehre, wie 
späterhin die positivistische Eeligion in der Meinung der Öffentlich 
keit die positive Philosophie verdrängen sollte. Das, was uns hier 
interessiert, ist einzig und allein die soziale Lehre des Saint-Simonismus, 
•so wie sie im ersten Bande der Exposition enthalten ist. 
Diese Lehre ist neu genug, um als eine originelle Weiterent 
wicklung und nicht nur als eine Zusammenfassung der Ideen Saint- 
Bimon’s angesprochen werden zu können. Wahrscheinlich stammt 
sie gleichzeitig von Bazaed und Enfantin. Der letztere hat fast 
mit Sicherheit die wirtschaftlichen Gedanken geliefert * 1 ), an denen 
übrigens das Werk Sismondi’s einen großen Anteil gehabt haben muß. 
Dieses Buch ist ebenso bemerkenswert durch seine energische und 
logische Ausdrucksweise, wie durch die darin entwickelten Ideen 
selbst; die Vergessenheit, in die es gefallen ist, läßt sich kaum er 
klären, wenn man es mit so vielen anderen mittelmäßigen Erzeug 
nissen vergleicht, die bis auf unsere Tage gekommen sind. Heute 
jedoch scheint es neues Interesse zu erregen, und man versucht 
*) Obgleich die mündliche Darlegung der Lehre durch Bazard geschah und 
für den Druck von Jüngern desselben (unter anderen von Hippolyte Carnot) bearbeitet 
wurde, kann man die meisten der darin enthaltenen Gedanken Enfantin zusprechen. 
Er hatte die Mehrzahl der volkswirtschaftlichen Aufsätze schon im Producteur 
ausgeführt. Doch unterscheidet sich die im Producteur vertretene Lehre merklich 
von der der Exposition. Zinsen und Pacht werden hier lebhaft bekämpft als ein 
von den Arbeitern an die Müßiggänger gezahlter Tribut. Das Erbrecht- wird aber 
nicht verworfen, obgleich es mit nur geringer Sympathie beurteilt wird (Producteur, 
I. S. 566, 567). Enpantin erwartet die Befreiung der Arbeitenden von dem Sinken 
des Zinsfußes und rechnet auf ein gutes Kreditsystem, um die Frage zu lösen, die 
er für das größte moderne Problem hält; die Interessen der Arbeitenden und der 
Müßiggänger zu vereinigen, „Interessen, die niemals mit dem Allgemeininteresse 
verschmelzen werden, solange der Besitz der Früchte einer vergangenen Arbeit ein 
Anrecht auf den Genuß von Produkten gegenwärtiger oder sogar zukünftiger Arbeit 
gibt“ (Producteur, II, S. 124). Hierin liegt schon eine Ankündigung der Ideen, 
16 in der Exposition entwickelt werden. 
Gide und Eist, Gesch. d. Volkswirtschaft!. Lehrmeinungen. 
16
	        

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Konserven Und Konservenindustrie in Deutschland. Verlag von Gustav Fischer, 1907.
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