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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

246 
Zweites Buch. Die Gegner. 
entwickeln: die Idee, daß das Eigentum, wie die politische Ordnung, 
zum Besten des Interesses der Produktion organisiert werden muß. 
Gestattet das Privateigentum, dieses Ziel zu erreichen? 
Wie wäre das möglich, sagen die Saint-Simonisten, solange die 
heutige Art der Übertragung der Arbeitsmittel besteht? 
Die Kapitalien werden durch Erbschaft übertragen. Ihre Ver 
waltung liegt in den Händen von Individuen, die der „Zufall der 
Geburt“ auswählt und mit der schwierigsten aller Obliegenheiten: 
der bestmöglichen Verwendung der Produktionsmittel, betraut. Das 
Interesse der Gesellschaft sollte fordern, daß diese Mittel in die 
Hände der fähigsten Menschen gelegt werden, und daß sie in die 
jenigen Orte und unter diejenigen Industrien verteilt werden, in 
denen sich das Bedürfnis am lebhaftesten fühlbar macht, „ohne daß 
es jemals in irgendeinem Zweige Mangel oder Überfluß daran geben 
könne“ 1 ); und heute bezeichnet das blinde Schicksal die Menschen, 
die zu dieser außerordentlich schwierigen Aufgabe bestimmt sind! 
Die Kritik der Erbschaft wird daher derjenige Punkt, auf den die 
Saint-Simonisten alle ihre Kräfte konzentrieren. 
Die Entrüstung der Saint-Simonisten ist sehr wohl verständlich. 
In der Tatsache, auf die sie hinweisen, liegt etwas durchaus Para 
doxes. Wenn man mit A. Smith annimmt, daß „die Zivilregierung 
nur deshalb eingesetzt ist, um die, die Eigentum haben, gegen die, 
die keins haben, zu verteidigen, fein sehr enger Gesichtspunkt) 2 ), 
so ist das Erbrecht etwas durchaus Richtiges. Wenn man sich aber 
auf den Gesichtspunkt der Saint-Simonisten stellt, — in eine in 
dustrielle Gesellschaft, wo der Reichtum nicht als ein Zweck, sondern 
als ein Mittel betrachtet wird, nicht als eine' Quelle individueller 
Einkünfte, sondern als ein Instrument sozialer Arbeit, — so scheint 
es wirklich haarsträubend, seine Verwendung dem ersten Besten 
überlassen zu sehen. Man kann das Erbrecht nur dann gut heißen, 
wenn man darin für die Väter einen energischen Ansporn zur An 
sammlung von Kapitalien sieht, — oder wenn man annimmt, daß 
überhaupt keine rationelle Methode vorhanden ist, und daß der Zufall 
der Geburt nicht mehr Anlaß zur Kritik gibt als irgendeine andere 
Verteilungsmethode. 
Dieser Skeptizismus ist aber durchaus nicht nach dem Ge 
schmack der Saint-Simonisten. Sie schreiben die scheinbare oder wirk 
liche Unordnung der Produktion gerade der Zersplitterung des Eigen 
tums zu, das den Zufälligkeiten des Todes und der Geburt unter 
worfen ist. 
*) Doctrine, S. 191. 
2 ) Siehe oben, S. 89, Anm. (Volkerreichtum, II, S. 175).
	        

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Selling Latin America. Small, Maynard & Company Publishers, 1915.
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