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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

250 
Zweites Buch. Die Gegner. 
ERBRECHTES, des größten aller dieser Privilegien, in dem heute 
alle anderen beschlossen sind, und dessen Wirkung darin besteht, 
dem Zufall die Verteilung der gesellschaftlichen Vorteile zu über 
lassen, und zwar unter der kleinen Anzahl derer, die einen Anspruch 
darauf erheben können, während die bei weitem zahlreichere Klasse 
zur Verkommenheit, zur Unwissenheit und zum Elend ver 
dammt wird. 
„Sie verlangen, daß alle Arbeitsmittel, der Boden und die Kapi 
talien, die heute den zerstückelten Stamm des Privateigentums bilden, 
zu einem einzigen gesellschaftlichen Vermögensstamme vereint werden, 
und daß dieses Ganze durch Assoziation und zwar in der Form 
einer Hierarchie bewirtschaftet werde, so daß die Aufgabe eines 
jeden den Ausdruck seiner Fähigkeit vorstelle, und sein Reichtum 
im Verhältnis zu seinen Leistungen stehe. 
„Die Saint-Simonisteu beabsichtigen, die Einrichtung des Eigen 
tums nur insoweit anzugreifen, als es für einige das frevelhafte 
Privileg des Müßigganges 
einem Rechtsgrundsatz erhebt, 
nämlich zum Recht wie von der Arbeit anderer zu leben.“ 
c) Endlich begnügen sich die, die das Privateigentum kritisieren, 
im allgemeinen nicht damit, es vom Gesichtspunkte der Verteilung 
und der Erzeugung der Güter zu verurteilen. Fast stets fügen sie 
den beiden Argumenten ein drittes an, das man das historische 
Argument nennen könnte. Es besteht in der Darlegung, daß das 
Eigentum eine bewegliche, wechselnde, in beständiger Entwicklung 
befindliche Einrichtung ist, die schon heute das Bestreben zeigt, sich 
in der von ihnen gewünschten Richtung zu verändern. Auch die 
Saint-Simonisten haben dieses Argument gebraucht. 
Diese Form der Beweisführung hat, wie wir schon hier hervor 
heben wollen, im Laufe des 19. Jahrhunderts eine sehr bedeutende 
Rolle gespielt, und zw r ar zunächst bei den Sozialisten, dann aber 
auch bei anderen Schriftstellern. Die verschiedensten Schulen haben 
sich auf die Geschichtsphilosophie berufen und berufen sich noch 
heute darauf. Dies geschieht nicht nur zugunsten einer Reform des 
Eigentums, sondern auch zugunsten der von allen Parteien vor 
geschlagenen Verbesserungen. Das System von Karl Marx stellt 
in Summa eine großartige Geschichtsphilosophie dar, in der der 
Kommunismus als das notwendige Ziel der Entwicklung der „Pro 
duktionsverhältnisse“ erscheint. Die vom Marxismus losgelösten 
modernen Sozialisten berufen sich ebenfalls darauf. Vandervelde x ) 
stützt sich auf die Geschichtsphilosophie, ebenso wie die allerneusten 
Schriftsteller des „Socialisme en action“ oder wie Herr und Frau 
l ) lu seinem Meinen Werk: Le Colleetivisme, Paris 1900.
	        

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Das Konkursverfahren. Verlag von G.A. Gloeckner, 1914.
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