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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Die Ässozialisten. 
275 
18* 
In dieser Hinsicht ist es nur gerecht, darauf hiuzuweiseu, daß diese 
Gesellschaften damals noch nicht das waren, was sie seitdem ge 
worden sind. Owen hat jedoch noch das Entstehen der Gesellschaft 
in Rochdale erlebt, — unter deren 28 Pionieren sich 6 seiner Schüler 
befanden, und von denen zwei, Charles Howaeth und William Coopee, 
die Seele dieser unsterblichen Genossenschaft waren, — aber Owen 
war damals 73 Jahre alt und scheint von der Geburt dieser so spät 
gekommenen Tochter nicht einmal Notiz genommen zu haben, die 
doch mehr als alle Arbeit seines langen Lebens seinen Namen der 
Nachwelt überliefern, wenn nicht der Vergessenheit entreißen sollte. 
Denn Owen hat in Wirklichkeit keine Schule, außer der koope 
rativen Schule, hinterlassen. Allerdings hatte er einige Schüler, die 
versuchten, seine Theorien anzuwenden. Unter ihnen muß besonders 
einer erwähnt werden, der lange Zeit vergessen war und heute 
wieder entdeckt worden ist, um überschwänglich gefeiert zu werden. 
Es ist dies William Thompson, dessen Hauptwerk „Untersuchungen 
über die Grundsätze der Güterverteilung, die dem Glück des Menschen 
am günstigsten sind“, im Jahre 1824 erschien. In seiner Kenntnis der 
Ökonomik und in der Tiefe seines Denkens ist er Owen bedeutend 
überlegen. Es wäre richtiger, ihn als den Gründer des Sozialismus 
zu bezeichnen, aber wie wir schon in der Einleitung erwähnten, können 
wir nicht daran denken, etwaige Ungerechtigkeiten der Geschichte 
zu korrigieren, und müssen die von der Tradition geheiligten Namen 
annehmen. Übrigens ist es nur natürlich, daß der Rang, den ein 
Mann in der Geschichte einnimmt, mehr durch seinen Einfluß als 
durch sein Talent bestimmt wird, und der Einfluß Thompson’s auf 
seine Zeit war Null; hatte man ihn doch völlig vergessen. 
Von Thompson können wir nur sagen, daß er besser als Owen 
dem Gedanken, daß der Arbeiter nicht den ganzen Gegenwert des 
Erzeugnisses seiner Arbeit erhält, nachgegangen ist, und daß er so 
die Theorie des „Mehrwertes“ und der „unbezahlten Arbeit“, die wir 
später wieder finden werden, vorbereitet hat. Ebenso wie Owen 
stellt er als Heilmittel gegen dieses Übel nicht die Enteignung der 
erworbenen Reichtümer hin, sondern nur die Organisation neuer 
l nternehmungsformen, in denen der Arbeiter den vollen Arbeits 
ertrag für sich selbst behält; und eben das macht das Programm der 
kooperativen Gesellschaften aus J ). 
*) Er sagte zu den Arbeitern: „Ihr wünscht selbst den Gesamtertrag eurer 
Arbeit für euch zu behalten? Ganz richtig; dazu habt ihr weiter nichts zu tun, 
die Richtung eurer Arbeit zu ändern. Anstatt für jemanden zu 
arbeiten, den ihr nicht kennt, arbeitet von nun an füreinander.“ Angeführt von 
oxwell in seiner Einleitung zur englischen Ausgabe des Buches von A. Menger: 
as Recht auf den vollen Arbeitsertrag.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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