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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Die Assozialisten. 
279 
der Beweis für die Richtigkeit der angeblichen Utopie Foueiee’s liegt 
darin, daß sie in dem Lande, wo die Teuerung der Lebensmittel sich 
mehr und mehr fühlbar macht, in den Vereinigten Staaten, zur 
Wirklichkeit wird. Schon heute sind dort nicht nur die Junggesellen, 
die in ihrem Klub leben, essen und wohnen, sondern auch die jungen 
Ehepaare äußerst zahlreich, die sich im Hotel einrichten. Sie sind 
schon zur Hälfte Phalansterier. Man kann wohl sagen, daß hierin 
der Scharfsinn Foueiee’s seiner Zeit bedeutend vorausgeeilt ist; und 
diejenigen, die da glauben, daß die Doktrinen durch die Tatsachen 
bestimmt werden, würden rechte Mühe haben, in den am Anfänge 
des 19. Jahrhunderts bestehenden Tatsachen irgend etwas zu finden, 
was schon damals das phalansterische System hätte anregen können. 
Die für den bürgerlichen Haushalt heute so schwierig gewordene 
Dienstbotenfrage findet in dem Phalanstere eine Lösung, die wahr 
scheinlich die der Zukunft sein wird, nämlich: — zunächst den Ersatz 
der persönlichen Bedienung durch die kollektive Be 
dienung. welch letztere nicht ohne Grund als mehr in Überein 
stimmung mit Würde und Unabhängigkeit gehalten wird, als die 
■ei'stere; — weiterhin den Ersatz des Einzelhaushaltes durch den 
Großhaushalt als industrielles Unternehmen. Diese Entwicklung, die 
schon für das Brotbacken und die Wäsche verwirklicht ist, fängt an, 
sich auch auf das Reinigen der Wohnungen (durch die Staubsaug 
apparate) mehr und mehr auszubreiten. Das Reinhalten, das Bürsten 
and Falten der Kleidungsstücke, das Schuhputzen kommt hier eben 
falls in Frage. Sehr wahrscheinlich wird sich diese Entwicklung 
auf die Bereitung der Nahrungsmittel erstrecken, worauf die beständig- 
wachsende Verbreitung der Konserven schon hinweist 1 ). 
§ 2. Die Vollgenossenschaft (Cooperation integrale). 
Wenn wir nun die innere Organisation des Phalanstere betrachten, 
«o sehen wir etwas mehr als ein gewöhnliches Gasthaus: nämlich 
ain kooperatives Hotel, das einer Genossenschaft gehört und nur ihre 
Mitglieder aufnimmt. „La Phalange“ ist daher das, was wir heute 
«ine Vollgenossenschaft des Konsums nennen würden; es ist nämlich 
^iel vollständiger als die bestehenden Konsumgesellschaften, die sich 
darauf beschränken, gemeinschaftlich die Lebensmittel einzukaufen, 
■die aber trotz ihres Namens sie nicht zusammen verzehren, ausge- 
') Allerdings erscheinen bei Fourier die Zukunftslösungen der Haushaltungs- 
Pagen nicht so endgültig, wie die, die wir im Text andeuten, weil sie mit anderen, 
Phantastischeren untermischt sind, die aber immerhin nicht einer gewissen Suggestiviät 
entbehren, besonders die Verwandlung des häuslichen Lohndienstes in gegenseitige 
fhatisbedienung, ein Gedanke, der eine gewisse Beachtung verdient.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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