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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

334 
Zweites Buch. Die Gegner. 
Kräfte zu zerstören, sondern sie ins Gleichgewicht zu 
bringen 1 ). Es handelt sich nicht darum, die „wirklichen wirt 
schaftlichen Kräfte“, nämlich „die Arbeitsteilung, die Kollektivkraft, 
die Konkurrenz, den Kredit, das Eigentum selbst und die Freiheit 
zu unterdrücken“ * 2 ), sondern im Gegenteil, sie alle aufrecht zu er 
halten, aber sie daran zu hindern, Schaden anzurichten. Die Sozia 
listen denken aber nur daran, sie zu zerstören. 
An Stelle der Konkurrenz wollen die Sozialisten die Genossen 
schaft und die Organisation der Arbeit setzen; an Stelle des Privat 
eigentums die Gütergemeinschaft 3 ), oder den Kollektivismus; — an 
Stelle des freien Spiels der persönlichen Interessen die Leidenschaften, 
wie Fodeiee, die Liebe und die Hingebung wie die Saint-Simonisten, 
oder die Verbrüderung wie Gäbet. Nichts davon genügt Peoudhon. 
Die Genossenschaft und die Organisation der Arbeit weist 
Peoudhon als der Freiheit des Arbeiters zuwider zurück 4 ). Ihre 
x ) „Ich glaube, der erste zu sein, der mit vollem Verständnis die Tatsache zu 
behaupten gewagt hat . . ., daß man, anstatt die wirtschaftlichen Kräfte, deren Über 
treibung uns umbringt, einzuschränken, sie miteinander ins Gleichgewicht bringen 
muß, auf Grund des wenig bekannten und noch weniger verstandenen Grundsatzes, 
daß Gegensätze nicht sich zerstören, sondern sich gegenseitig stützen müssen, und 
sich gerade deshalb stützen, weil sie Gegensätze sind“ (Justice, usw., Bd. I, 
S. 265—266; die gleiche Idee auf S. 302—303). An anderer Stelle; Das, was die 
Gesellschaft sucht, ist das Gleichgewicht ihrer natürlichen Kräfte“ 
(Revolution demontree par le Coup d’Btat, S. 43). 
2 ) „Die Arbeitsteilung, die Kollektivkraft, die Konkurrenz, der 
Tausch, der Kredit, sogar das Eigentum und die Freiheit, ... das sind die 
wirklichen wirtschaftlichen Kräfte, immaterielle Prinzipien allen Reichtums, die, ohne 
den Menschen an den Menschen zu fesseln, dem Produzenten die weiteste Freiheit 
lassen, die Arbeit erleichtern und für sie begeistern, ihren Ertrag verdoppeln, zwischen 
den Menschen eine Solidarität schaffen, die nichts persönliches hat, und sie durch 
stärkere Bande' verbinden, als es alle Sympathieprojekte und alle Kontrakte ver 
mögen“ (Idee generale de la Revolution au XIX e siöcle, S. 95). In der 
Capacite des classes ouvieres, Kap. XIII, führt Peoudhon die „wirtschaft 
lichen Kräfte“ etwas verschieden auf. Br zählt zu ihnen noch die Assoziation und 
die Mutualität und kommt zu dem Schlüsse, indem er die Zugkraft des Wortes 
Assoziation auf die Arbeiter durchaus anerkennt, daß die wirkliche Assoziation die der 
„Mutualität“ sei, (wohl verstanden, in dem Sinne, den er selbst diesem Worte gibt, 
und nicht in dem heutigen Sinne der Gesellschaften gegenseitiger Hilfe, der viel 
enger gefaßt ist). 
3 ) Allerdings ist Fourier kein Kommunist, aber Peoudhon wirft ihm einerseits 
vor, in seinem Phalanstere die Entlohnung des Kapitals nicht abgeschafft, und anderer 
seits für die Befähigung eine besondere Entlohnung vorgesehen zu haben, obgleich „die 
Fähigkeiten (das Talent) viel mehr eine Schöpfung der Gesellschaft als ein Geschenk 
der Natur sind“ (1er Memoire sur la Propriete, S. 156). 
4 ) Die Opposition Peoddhon’s gegenüber dem Prinzip der Assoziation ist höchst 
bemerkenswert. Er hat ihr an mehr als an einer Stelle Ausdruck gegeben, vor allem 
in der Idee generale de la Revolution au XIXe siede: „Ist die Assoziation 
wirklich eine wirtschaftliche Macht? . . . Ich antworte kategorisch mit: Nein!; die
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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