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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

366 
Drittes Buch. Der Liberalismus. 
Die französische Schule protestiert allerdings gegen den Namen 
Optimisten genau wie gegen die Bezeichnung Orthodox. Sie würde 
auch Recht haben zu protestieren, wenn wir unter Optimismus den 
Quietismus, die egoistische Zufriedenheit des satten Bürgers, ver 
ständen, der da glaubt, daß in der besten der Welten alles auf das 
beste eingerichtet ist. Das ist aber durchaus nicht der Fall. Wir 
haben schon darauf hingewiesen, daß ihr „laisser-faire“ nicht im 
Sinne eines „nichts tun“ zu verstehen ist, sondern im Sinne des 
englischen Ausdrucks „fair play“, — freies Spiel der Kräfte. Wir 
haben im Gegenteil auch gesagt, daß diese Volkswirtschaftier stets 
unermüdliche Polemiker und Streiter waren und noch heute sind. 
Zu allen Zeiten haben sie ihre Stimme gegen Mißbräuche erhoben. 
Ihr Optimismus liegt aber darin, daß sie stets glaubten, die Übel 
der wirtschaftlichen Ordnung kämen hauptsächlich daher, daß die 
Freiheit erst sehr unvollkommen verwirklicht wäre, und daß infolge 
dessen das beste Heilmittel gegen dieses Übel darin bestände, diese 
Freiheit in noch vollkommenerer Weise zu verwirklichen *). Hierdurch 
rechtfertigt sich durchaus der Name der liberalen Schule, den sie 
für sich in Anspruch nehmen. Zum Beispiel ist für sie die Freiheit 
der Arbeiter das beste Mittel, die Ausbeutung des Arbeiter^ zu ver 
hindern und die Löhne zu erhöhen. So schreibt Emile Oliviek, der 
Verfasser des Gesetzes von 1864, das die Strafen gegen die Koalitionen 
aufhob: „Die Koalitionsfreiheit ist der Tod der Streiks.“ So führt 
auch die Darlehenfreiheit nach ihrer Meinung zum Verschwinden 
des Wuchers, und die Handelsfreiheit genügt, um der Verfälschung 
der Lebensmittel und der Herrschaft der Trusts Einhalt zu tun. Im 
allgemeinen wird die Konkurrenz in der Produktion die Billigkeit 
und in der Verteilung die Gerechtigkeit sicher stellen * 2 ). 
Ihr Optimismus hat noch diese Besonderheit, daß sich ihm ein 
absoluter Pessimismus in Hinsicht auf die Wirksamkeit aller sog. 
sozialen Reformen zugesellt und ihn bestärkt, wie z. B. Arbeiter 
wohlfahrtseinrichtungen der Arbeitgeber, Einmischung des Staates 
und des Gesetzgebers zum sog. Schutze der Schwachen. Wenn man 
ihnen glauben wollte, so würde die Freiheit zum Schluß die Übel, 
r ) „Ach, man hat so vieles versucht! Wann wird man endlich einen Versuch 
mit dem einfachsten machen: der Freiheit?“ (Bastiat, Harmonies, Kap. IV, 
S. 125). 
2 ) Einer der Teile des Buches Dünoybk’s über La Liberte du travail 
trägt als Überschrift; „Wie das wahre Mittel den Übeln zu steuern, unter denen 
die Arbeiterklassen leiden, in der Ausdehnung der Konkurrenz liegt“ (Kap. X 
B. 4, § 18). 
An anderer Stelle sagt Dunoybb: „In Wirklichkeit ist es die Konkurrenz, 
dieses angebliche Element der Uneinigkeit, das das wahre Band, der festeste 
Knoten ist, der alle Teile des sozialen Körpers miteinander verbunden hält.“
	        

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Der Historische Materialismus. Buchh. für Arbeiterliteratur, 1928.
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