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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

376 
Drittes Buch. Der Liberalismus. 
Falle würde, da der geleistete Dienst .unberechenbar groß ist, der 
Wert unermeßlich groß sein! 
•Alle von den Volkswirtschaftlern vorgeschlagenen Lösungen — 
Nutzen, Seltenheit, Erwerbsschwierigkeit, Produktionskosten, Arbeit 
— sind in dem Begriff des Dienstes enthalten. / „So sollten sich also 
die Volkswirtschaftler aller "Schattierungen zufrieden geben. Sie 
haben alle recht, da sie die Wahrheit von einer Seite gesehen haben. 
Auf der Rückseite der Medaille lag allerdings der Irrtum“ 1 ). Weiter 
hin hat das Wort „Dienste“ den Vorzug, zugleich mit dem eigent 
lichen Wert, nämlich mit dem Preise den Güter, den Preis aller 
produktiven Dienste zu umfassen, so wie sie in der Sachleihe, der 
Pacht, der Miete und den verzinslichen Darlehen auftreten, denn 
„derjenige, der Zeit gewährt, leistet einen Dienst“. 2 ). 
*) Harmonies, Kap. V, S. 193. „Sozialisten, Volkswirtschaftler, Gleichheits- 
Jünger, Anhänger der Brüderlichkeit, ich trete euch allen entgegen, soviel ihr auch 
sein mögt und bestreite, daß ihr auch nur den Schatten eines Einwurfs gegen die 
gerechtfertigte Gegenseitigkeit freiwilliger Dienste und infolgedessen gegen das- 
Eigentum, so wie ich es definiert habe, erheben könnt! . . . In ihren gegen 
seitigen Beziehungen sind die Menschen nur mit Hinsicht auf die- 
Werte Eigentümer, und die Werte stellen nur verglichene Dienste- 
vor, die frei empfangen und frei gegeben werden“ (Harmonies,. 
Kap, VIII, S. 265 und 268). 
Wenn es der Umfang dieses Buches gestatten würde, von den italienischen 
Volkswirtschaftlern zu sprechen, müßten wir hier Pereara, der Von 1849 bis 1868 
Professor in Turin war, erwähnen. Er steht durch seine Lehren über den Wert und 
über die wirtschaftlichen Harmonien in enger Verbindung mit den Schulen Caret’s- 
und Bastiat’s, deren Zeitgenosse er übrigens war. Die Werttheorie, auf der er das. 
ganze volkswirtschaftliche Gebäude ruhen läßt, ist die der Reproduktionskosten. 
Der Wert eines Jeden Gegenstandes wird nicht von der Arbeit, die er wirklich ge 
kostet hat, bestimmt, sondern von der, die notwendig ist, um einen gleichen Gegen 
stand zu erzeugen, oder, — wenn es sich um einen Gegenstand handelt, dessen Menge- 
absolut begrenzt ist, z. B. das Bild eines alten Meisters — von der Arbeit, die not 
wendig ist, um das wieder zu erzeugen, was das gleiche Bedürfnis am besten be 
friedigen kann (Anwendung des Gesetzes der Substitution, das aber zur Zeit 
Eerhaea’s noch nicht formuliert war). Und da infolge des Fortschrittes der Industrie 
die Arbeitskosten (die menschliche Anstrengung) das Bestreben zeigen, ständig- 
geringer zu werden, so haben wir die Harmonie. 
Alle Dinge, die Erde und ihre Produkte wie die Kapitalien, unterliegen näch 
Ferrara demselben Gesetze, und somit ist das ünglüeksgesetz der Rente widerlegt 
und das fortschreitende Fallen des Zinsfußes sicher gestellt. 
Die hauptsächlichsten Schriften Fbhrara’s sind Vorreden zu italienischen Über 
setzungen der großen Ökonomisten, die in der Sammlung der Bibliotheea delP 
Economista (Turin, 1860—1870, 26 Bde.) erschienen. 
2 ) Harmonies, Kap. VII, S. 236. Es ist nicht der Mühe wert, hier die Dis 
kussion vom Jahre 1849 zwischen Bastiat und Pkoudhon über die Berechtigung 
der Zinsen zu analysieren (die in den CBuvres Bastiat’s unter dem Titel Gratuite 
du Credit veröffentlicht ist). Bastiat stützt sich bald auf den Gedanken, daß der 
jenige, der darleiht, einen Dienst leistet, und daß jede Dienstleistung eine Entlohnung
	        

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Baugenossenschaften Und Der Berliner Spar- Und Bauverein. Verlag von R. L. Prager, 1904.
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