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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Die Optimisten. 
377 
Man kann sich über die Offenherzigkeit, mit der Bastiat seinen 
Triumph bekannt gibt, lustig machen, denn'er sieht nicht, daß die 
Weite seiner Formel nur deshalb gestattet, alles, was man will, 
hineinzulegen, weil sie ein leerer Rahmen, ein für alle Schlösser 
passender Universalschlüssel ist. * * Sie läuft darauf hinaus, daß der 
Wert von irgendeinem Umstande abhängt, der einen Gegenstand 
wünschenswert machen kann 1 ), so daß wir nach dieser Erklärung 
nicht klüger sind als vorher. Bei näherer Untersuchung hat diese 
Definition nicht einmal die apologetische Tragweite, die Bastiat 
offenbar blendete. Sie kann in keiner Weise zu einer RechtfV ^igung 
des Wertes und mit ihm des Eigentums dienen; höchstens gelingt 
ihr dies auf Grund einer vieldeutigen Formel! Denn das Wort 
Dienste läßt glauben, und deshalb hat er es gewählt, daß jeder 
Wert eine Wohltat für den bedeutet, der ihn empfängt, und ein 
Verdienst für den, der ihn gibt. Es ist aber sehr leicht möglich, 
daß dies nicht’"ier Fall ist. Der Eigentümer eines Hauses oder 
eines Grundstückes in der City von London, der das eine zu einem 
fabelhaften Preise vermietet oder das andere ebenso yerkauft, oder 
der Kapitalist, der einem bedrängten Geldbedürftigen Geld zu einem 
Wucherzinse leiht, oder sogar der Politiker, der sich für irgendeine 
wertvolle Konzession ein enormes Bestechungsgeld zahlen läßt, sie 
alle leisten zweifelsohne große Dienste, — der Beweis hierfür liegt 
schon darin, daß sie darum angegangen, gebeten und bestürmt 
worden sind — und daher würde der hohe Mietspreis, die hohen 
Zinsen oder die große Provision unter die Formel Bastiat’s fallen. 
Wir haben aber soeben gesehen, daß sie vom wirtschaftlichen Ge 
sichtspunkt aus nichts erklären kann; und ebensowenig kann sie 
vom allgemeingültigen moralischen Standpunkte, auf den sich doch 
verdient, oder schärfer ausgedrüekt, daß das geliehene Kapital produktiv ist (der 
Hobel gestattet mehr Bretter herznstellen), und daß es infolgedessen nur gerecht ist, 
wenn der Besitzer des Hobels seinen Teil davon erhält. Proudhon antwortet, daß er 
keineswegs die Berechtigung des Zinses in der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung 
bestreite, aber behaupte, daß dieser Zins nur eine historische Kategorie sei (um eine 
spätere Pormel anzuwenden), und daß es leicht wäre, ihn in einer neuen Wirtschafts- / 
Ordnung als überflüssig abzuschaffen. Als Mittel, diese neue Wirtschaftsordnung zu 
verwirklichen, weist er auf seine banque d’echange hin (siehe oben). Aber da die 
beiden Duellanten niemals dazu kamen, sich mit dein Speer in der Hand gegenüber 
zutreten und im leeren fochten, so ist diese Diskussion äußerst ermüdend und macht 
weder dem Einen noch dem Anderen große Ehre. 
*) „Eine Menge Umstände können die relative Bedeutung eines Dienstes erhöhen. 
Er erscheint uns mehr oder weniger groß, je nachdem er uns mehr oder weniger 
nützlich ist, je nachdem mehr oder weniger Personen bereit sind, ihn uns zu leisten; 
je nachdem er von ihnen mehr oder weniger Arbeit, Mühe, Geschicklichkeit, Zeit, 
vorausgehendes Studium erfordert; je nachdem er uns selbst mehr oder weniger davon 
erspart“ (ebenda, Kap. V, S. 146).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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