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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Höhepunkt und Niedergang der klassischen Schule. Stuart Mill. 403 
persönlichen Interesses entkleidet ist: sie leugnet die anderen Seiten 
seines Charakters zwar nicht, aber überläßt sie anderen Wissen 
schaften. 
Es bleibt nun noch, diese natürlichen Gesetze aufzuführen. 
l.*Das Gesetz des persönlichen Interesses.'Dieses Gesetz 
ist unter dem Namen „hedonistisches Prinzip“ bekannt; aber dieser 
Ausdruck wurde von der klassischen Schule nicht angewandt.^ Jede 
Persönlichkeit sucht das Gute, — sagen wir hier den Reichtum, — und 
flieht das Übel, — sagen wir hier die Anstrengung; es ist dies daher 
ein ins Bereich der Psychologie fallendes Gesetz. Was gibt es aber 
allgemeineres und beständigeres als dieses Gesetz? Es ist nicht 
nur das natürlichste, sondern auch das „vernünftigste“ in der phy- 
siokratischen Bedeutung dieses Wortes, denn es ist einfach das 
’ Prinzip der Selbsterhaltung. Darum ist die klassische Schule sehr 
oft individualistisch genannt worden. 
Individualismus bedeutet aber durchaus nicht Egoismus, 
wenigstens nicht im gewöhnlichen Sinn dieses Wortes. Diese Kon 
fusion, die man beständig macht, um die klassische Schule zu dis 
kreditieren, ist nach dem, was sie behauptet, ein sinnloser Streit. 
Niemand hat mit größerer Energie als Stuaet Mill gegen diese 
Art und Weise, den Individualismus darzustellen, protestiert. Wenn 
man behauptet, daß man seinen eigenen Nutzen suchen muß, so be 
deutet das noch lange nicht, daß man das Unglück anderer erstrebt. 
Der Individualismus schließt keineswegs die Sympathie *) aus, und 
ein normales Individuum findet im Gegenteil eine Quelle der Freude 
in der Freude, die es anderen verschafft. 
Dies hindert nicht, daß Malthijs und Ricaedo uns klar Fälle 
gezeigt haben, wo die individuellen Interessen in gegenseitigem 
Kampfe liegen, und wo infolgedessen das eine dem anderen geopfert 
werden muß, und daß Stuaet Mill, weit davon entfernt, diesen 
Kampf zu leugnen, ihn besonders hervorhebt. Hierauf antwortet die 
klassische Schule einerseits mit den Optimisten, daß diese Gegen 
sätze nur scheinbar sind, und daß unter dieser Oberfläche sich die 
Harmonie verbirgt, — andererseits, daß diese Gegensätze nicht vom 
Individualismus oder der Freiheit herrühren, sondern im Gegenteil 
davon, daß beide nur erst höchst unvollkommen verwirklicht, ja 
*) Wir erinnern daran, daß A. Smith ein Buch: Theory of moral Senti 
ments verfaßt hat und verweisen auf das oben gesagte (SS. 97—98). Stuart Mill 
sagt sogar „In den Vorschriften Jesu von Nazareth finden wir den wirklichen utilita 
ristischen Geist: „Tue deinem Nächsten, was du willst, das^er dir tue. Liebe deinen 
Nächsten, wie dich selbst.“ Wie dich selbst; man muß daher damit beginnen, 
sich selbst zu lieben, ehe man andere lieben kann“ (L’Utilitarisme, franz. 
Übers., S. 31), 
26*
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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