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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

404 
Drittes Buch. Der Liberalismus. 
sogar kaum begriffen sind. Am Tage aber, der den vollkommenen 
Zustand sieht, werden sie die Übel, die sie vorübergehend geschaffen 
haben, heilen 1 ). Das alte Bild von der Lanze des Achilles, die 
die von ihr verursachten Wunden wieder heilte, ist hier nicht zu 
vermeiden. Späterhin treten andere Individualisten auf, die mit 
Herbert Spencer sagen werden, daß dieser Interessenkonfiikt der 
Individuen nicht nur in Übereinstimmung mit den allgemeinen Inter 
essen der Gesellschaft ist, sondern daß auf ihm aller Fortschritt 
beruht, weil er die Unfähigen dazu zwingt, den Fähigeren den Platz 
zu räumen. 
2. .Das Gesetz der freien Konkurrenz. 1 Wenn man zugibt, 
daß jede Person ihren eigenen Vorteil am besten beurteilen kann, 
so kann man selbstverständlich nichts besseres tun, als es jedem zu 
überlassen, seinen Weg zu finden. Der Individualismus schließt da 
her die Freiheit ein, und so ist die individualistische Schule auch 
ganz richtig mit dem Namen liberale Schule bezeichnet worden. 
Diese zweite Benennung ist sogar genauer als die andere. Sie ist 
die einzige, die die französische Schule anzunehmen erklärt, indem 
sie energisch alle anderen zurückweist, wie: individualistisch, orthodox 
oder sogar klassisch 2 ). 
0 Das ist es, was Stuart Mill verspricht: „Es ist der unvollkommene 
Zustand der sozialen Einrichtungen, der es bedingt, daß das beste Mittel, 
dem Glück anderer zu dienen, darin besteht, sein eigenes zu opfern.“ (Utilitarisme, 
S. 30) — und sollte man nicht hinzufügen, da die beiden Sätze sich notwendigerweise 
ergänzen, daß heute das beste Mittel, seinem eigenen Glück zu dienen, darin besteht, 
das der anderen zu opfern? Doch Geduld! „Die fortschreitende Entwicklung der 
menschlichen Vernunft wird bei allen Einzelwesen ein Gefühl der Einheit mit allen 
anderen erzeugen, ein Gefühl, das, wenn es zu seiner Vollkommenheit gelangt ist, dem 
Individuum nicht mehr gestatten wird, irgendeine Verbesserung seiner Lage anzu- 
Istreben, an der nicht auch alle anderen teilhaben.“ — Der so aufgefaßte Individua 
lismus ist eher das, was wir heute unter Solidarismus verstehen und zwar in seinem 
transzendentesten Ausdruck. 
2 ) Die Darlegung der Unterschiede zwischen der klassischen, der indi 
vidualistischen, der liberalen und der optimistischen Schule zu verlangen, 
ist eine Bxamensfrage. Obgleich diese Frage uns recht schulmeisterhaft erscheint, 
kann man doch folgendes antworten: 
a) Die individualistische Schule, im schlechten Sinne des Wortes, ist 
die, deren Lehre den Egoismus zur einzigen Richtschnur unserer Handlungen macht, 
die das „ein jeder für sich“ zum absoluten Prinzip der Lebensführung erhebt. 
SelbstversfaMHcIT will sich aber keine Schule in dieser Definition wieder erkennen; 
in Wirklichkeit verhindert auch die Existenz der wirtschaftlichen Beziehungen, wie 
des Tausches, der Arbeitsteilung usw., die Möglichkeit eines Zustandes, in dem jeder 
Mensch nur für sich lebt. 
Die individualistische Schule, im weitesten Sinne dieses Wortes, lehrt, daß 
das Wohl des Individuums der einzige Zweck aller Tätigkeit und 
Wirtschaftspolitik sein muß. Nun will das nicht viel sagen, denn es ist 
klar, daß auch die Sozialisten und sogar die Kommunisten- keinen anderen Zweck
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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