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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

408 
Drittes Buch. Der Liberalismus. 
Bevölkerung ist das geringste in Europa“, und hält dieses Resultat 
für außerordentlich ermutigend. 
Um dieses schreckliche Gesetz zu bekämpfen, geht er sogar so 
weit, das Prinzip, das er sonst überall verteidigt, das der Freiheit,, 
zu opfern. Er verlangt nämlich, daß das Gesetz ausdrücklich die 
Ehe zwischen Armen verbiete 1 ); wir wissen, daß Malthds sich ent 
schieden hiergegen ausgesprochen hatte. Nicht in seinen „Prinzipien“, 
sondern gerade in dem Buche, das den Titel die Freiheit trägt,, 
verlangt Stuaet Mill diesen entsetzlichen Zwang! 
Allerdings hat er dieses letztere Buch teilweise zusammen mit 
seiner Frau geschrieben. 
4.' Bas Gesetz des Angebotes und der Nachfrage. — Dieses 
Gesetz bestimmt den Wert eines jeden Erzeugnisses und auch den 
der produktiven Dienste: Arbeit, Kapital und Boden. Gewöhnlich 
wird es in folgender Weise formuliert: der Preis schwankt im 
gleichen Verhältnis zur Nachfrage und im umgekehrten Verhältnis 
zum Angebot. Es ist einer der bedeutsamsten Beiträge Stuaet 
Mill’s, nachgewiesen zn haben, daß diese Formel unter ihrer an 
scheinend mathematischen Genauigkeit nur auf einen Circulus viciosus 
hinausläuft. Wenn nämlich das Angebot und die Nachfrage den Preis 
schwanken lassen, so läßt wieder umgekehrt der Preis Angebot und 
Nachfrage schwanken. Mill berichtigt es daher, indem er sagt, daß- 
der Preis sich auf ein solches Niveau einstellt, daß die angebotenen 
und nachgefragten Mengen gleich werden, und die Preisschwankungen 
haben gerade die Wirkung, diese Übereinstimmung herbeizuführen, 
ebenso wie die Schwingungen des Balkens an der Wage nach der 
Gleichgewichtslage streben 2 ). Hierdurch gibt Stuaet Mill dem Ge 
setz des -Angebots und der Nachfrage nicht nur eine Wissenschaft- 
0 „Die Gesetze, die in einer großen Anzahl Staaten des Kontinents die Ehe 
verbieten, wenn die Parteien nicht nachweisen können, daß sie imstande sind, eine- 
Familie zu ernähren, überschreiten nicht die berechtigte Macht des Staates . . . 
Man kann ihnen nicht vorwerfen, die Freiheit zu beschränken (Libert)', S. 19B 
der franz. Übers, von Dupont-White). 
Dagegen betrachtet es aber Mill als eine Verletzung der Freiheit, wenn die- 
Zahl der Kneipen durch ein Gesetz begrenzt wird, weil das hieße, die Arbeiter wie 
Kinder zu behandeln! (Ebenda, S. 186.) 
2 ) „Das Steigen und Fallen der Preise findet so lange statt, bis das Angebot 
und die Nachfrage einander genau gleich sind, und der Wert einer Ware auf dem 
Markte ist kein anderer als der, der auf diesem Markte eine genügende Nachfrage 
bestimmt, um alle angebotenen Mengen aufzunehmen“ (Principles, Bd. I, II, 
Kap. 2, § 1.) 
Vor Stuart Mill hatte schon Cournot die Formel des Gesetzes vom Angebot 
und Nachfrage in seinen liecherohes sur les principes mathematique» 
de la theorie des richesses (1838) kritisiert; es ist aber nicht wahrscheinlich, 
daß Stuaet Mill dieses Buch gekannt hat.
	        

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Greek War Debt. Stat. Off., 1927.
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