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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Die historische Schule und der Streit über die Methoden. 435 
leiten sollten, Richtlinien, die er später in seinem berühmten 
System der Volkswirtschaft, dessen erste Ausgabe (die 
Grundlagen) 1854 erschien, ausführlich entwickelte. Er erhebt 
nicht den Anspruch, sich” mit etwas anderem als mit Wirtschafts 
geschichte zu befassen. „Unser Zweck“, sagt er, „ist die Beschreibung 
dessen, was die Völker in wirtschaftlicher Hinsicht gewollt und 
gefühlt haben, der Zwecke, die sie verfolgten und erreichten, der 
Ursachen, für welche sie sie verfolgt und erreicht haben 1 ).“ Eine 
derartige Untersuchung, fügt er hinzu, kann nur gemacht werden, 
„indem man in enger Verbindung mit den anderen Wissenschaften 
des nationalen Lebens bleibt, hauptsächlich mit der Rechtsgeschichte, 
mit der politischen Geschichte und der Geschichte der Zivilisation“. 
Er verwahrt sich zugleich dagegen, der Schule Ricabho’s Opposition 
machen zu wollen. „Ich bin weit davon entfernt,“ so fährt er fort, 
„diesen Weg als den einzigen oder den kürzesten zu betrachten, um 
die Wahrheit zu erreichen; aber ich zweifle nicht daran, daß er in 
besonders schöne und fruchtbare Gegenden führt, die, einmal aufge 
schlossen, niemals wieder vollständig verlassen werden.“ 
Das, was Roscher sich hief vorsetzt, ist daher lediglich die Er 
gänzung der gewöhnlichen Theorie durch eine Geschichte der Er 
eignisse und der wirtschaftlichen Meinungen. In Wahrheit hat sich 
auch Roscher in der Reihe der sich folgenden Bände seines Systems, 
die mit wachsender Gunst von dem gebildeten Deutschland aufge 
nommen wurden, damit begnügt, neben die Darlegung der klassischen 
Doktrinen zahlreiche gelehrte Betrachtungen über die wirtschaftlichen 
Tatsachen und Ideen der Vergangenheit zu stellen 2 ). 
Roscher bezeichnete sein Unternehmen als den Versuch, die 
von Savigny in die Jurisprudenz eingeführte und dort bewährte 
historische Methode auf die Nationalökonomie anzuwenden 8 ). Aber 
die Analogie ist, wie Karl Mengbr 4 ) ganz richtig gezeigt hat, 
rein äußerlich. Savigny hatte die Geschichte benutzt, um den 
organischen und spontanen Ursprung der bestehenden Einrichtungen 
dem Verständnis näher zu bringen. Er wollte hierdurch ihre Be 
rechtigung gegenüber den radikalen Anschauungen des reformatorischen 
Rationalismus, der dem 18. Jahrhundert eigen war, nachweisen. Bei 
*) Grundriß, Vorwort, S. IV. 
2 ) Gerade dieses Urteil fällt Knies über Eoschee, wenn er sagt, daß seine 
Methode „mehr die Geschichtsschreibung ergänzt, als die Nationalökonomie berichtigt“. 
{Die politische Ökonomie vom geschichtlichen Standpunkt, S. 85.) 
3 ) Grundriß, Vorwort S. IV—V. 
4 ) Kahl Mengbe, Untersuchungen über die Methode .der Sozial- 
wissenschaften und der politischen Ökonomie insbesondere (Leipzig 
1883, S. 200—209). 
28*
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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