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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

440 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
dem gleichen Skeptizismus steht er den Versuchen der Geschichts 
philosophie gegenüber'). 
2. Die „junge historische Schule“ hat sich nicht damit begnügt, 
die Dringlichkeit der Anwendung der Geschichte auf die National 
ökonomie zu proklamieren. Sie hat die historische Methode wirklich 
ins Werk gesetzt. Seit 1860 ungefähr wenden sich die deutschen 
Volkswirtschaftler mehr und mehr von den theoretischen Fragen ab. 
Sie gehen fast ausschließlich in der Diskussion praktischer Probleme 
auf, hauptsächlich in der Untersuchung sozialer Fragen und in histo 
rischen und beschreibenden Arbeiten. Die volkswirtschaftlichen 
Monographien häufen sich. Die Einrichtungen des Mittelalters und 
des Altertums, die alten Doktrinen, die Sozialgeschichte, die Statistik,, 
die Beschreibung der wirtschaftlichen Organisation der modernen 
Nationen bilden den Hauptgegenstand dieser Arbeiten. Die National 
ökonomie löst sich in dem Studium der wirtschaftlichen Einrichtungen 
und der Geschichte des Wirtschaftslebens auf, ja geht fast darin unter.. 
Das auf diese Weise von der historischen Schule geschaffene 
Werk ist beträchtlich. Es würde ungerecht sein, wenn man vergäße,, 
daß auch vor ihr ähnliche Monographien veröffentlicht worden sind,, 
oder daß gewisse sozialistische Systeme wie das Kapital von Marx 
in Wirklichkeit große historische Synthesen darstellen. Aber der 
systematische Anstoß, den die Wirtschaftshistoriker dieser Art von 
Untersuchungen gegeben haben, stellt ihr unbestreitbares Verdienst 
vor. Überall haben sie im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts ein 
neues Interesse für die Geschichte und für die Beobachtung der 
wirtschaftlichen Einrichtungen geweckt. Man kann hier nicht alle- 
diese Arbeiten aufzählen, die sich mit den verschiedensten Gegen 
ständen beschäftigen. Wir werden späterhin versuchen, ihren Haupt 
gehalt klarzustellen. Die Namen Schmollee, Brentano, Held, Bücher, 
Sombaet sind allen bekannt, die sich mit der Wirtschaftsgeschichte- 
beschäftigen. Einer der größten modernen Theoretiker, Maeshall, hat 
ihnen mehr als einmal seine Bewunderung zum Ausdruck gebracht 2 ). 
Von Deutschland aus hat dieser Anstoß auch auf das Ausland über 
gegriffen, wo er besonders günstige Umstände fand. 
Seit 1870 war das praktische Programm des wirtschaftlichen 
Liberalismus fast überall verwirklicht. Neue Probleme erhoben sich 
*) Gegenüber den Versuchen der Geschichtsphilosophie hat Schmolle» „die- 
Empfindung, daß die Wissenschaft auf ihrer heutigen Stufe nicht wieder davon 
lassen kann, solche Versuche zu machen, daß es sich aber bis jetzt doch mehr um 
wissenschaftliche Versuche, teilweise mehr um teleologische Deutungsversuche, als- 
um für immer gesicherte Wahrheiten handelt“ (Grundriß. Bd. II, S. 665). 
5 ) Maeshall, Principles of Economics, Bd. I, Kap. IV, §8. Wir zitieren 
nach der 4. englischen Ausgabe.
	        

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Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
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