Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Der Staatssozialismus. 
477 
Die Erfolge der Politik Bismaeck’s nähern ihn am Ende seines Lebens 
mehr und mehr der konservativen Monarchie'). So träumt er auch 
von einer sozialistischen Partei, die sich einzig und allein auf den 
sozialen Boden stellt und auf jede politische Handlung verzichtet. 
Obgleich er persönlich ein Anhänger des allgemeinen Wahlrechts war, 
schlägt er es 1863 Lassalle ab, in dessen „Arbeiterverein“ einzu 
treten, weil Lassallb diese politische Reform zu einem der Punkte 
seines Programms gemacht hatte 1 2 ). Später definiert er die Partei 
der Zukunft wie folgt: „monarchisch, national, sozial“, oder auch 
„sozial und konservativ“ 3 ). Zur gleichen Zeit hat er aber auch kein 
Bedenken zu schreiben; „Soweit der Kern der Sozialdemokratie ein 
rein wirtschaftlicher ist, gehöre ich ihr mit ganzer Seele an 4 * ).“ 
Wenn er auch imstande war, die monarchische Politik mit dem 
sozialistischen Programm zu vereinigen, so weigerte er sich doch, so 
weit die wirtschaftliche Lehre in Betracht kommt, irgendein Kom 
promiß einzugehen. Dazu war er doch zu scharfsinnig. Der gleichen 
Ursache liegt auch seine Feindschaft gegen die Kathedersozialisten 
zugrunde. Er ist der erste, anzuerkennen, daß in der Praxis der 
Sozialismus sich heute mit Übergangsmitteln begnügen muß, aber 
er gibt niemals zu, daß der Kompromiß zum Schluß selbst Doktrin 
werde. Er nennt die Kathedersozialisten „Zuckerwassersozialisten“ 6 ). 
Er lehnt es ab, an dem Kongreß von Eisenach 1872 teilzunehmen, 
den er „den Eisenacher Sumpf“ und „äußerst komisch“ nennt. Die 
Arbeitergesetzgebung nennt er „human-soziale Kapriolen“ 6 ). Wenn 
er sein Programm in einigen tönenden Formeln zusammenfaßt, wie: 
„Staat gegen Staatslosigkeit“ 7 ) muß man sich daher hüten, hierin 
1 ) Bin charakteristisches Zeichen dieser Entwicklung ist die Ersetzung des 
Wortes „Volkswille“ in der zweiten Ausgabe der sozialen Briefe durch das Wort 
„Staatswille“ überall dort, wo sich dieses Wort fand. Diese zweite Ausgabe, die den 
zweiten und dritten Brief umfaßt, wurde von ihm im Jahre 1876 unter dem Titel: 
Zur Beleuchtung der sozialen Erage herausgegeben. 
2 ) Brief an R. Meyer vom 30. Nov. 1871, Nr. 61, S. 141. Dieser Gesichtspunkt 
wird von ihm ausführlich in seinem: Offener Brief an das Komitee des 
deutschen Arbeitervereins, Leipzig, vom 10. April 1863, dargelegt (v. Moritz 
Wirth in den Kleinen Schriften veröffentlicht). 
3 ) Brief an R. Meyer, vom 12. März, 1872. — Vgl. auch die Briefe vom 
23. Januar und 3. Eebruar 1871. 
4 ) Brief an denselben vom 30. Nov. 1871, Brief Nr. 61, S. 141. 1874 denkt er 
daran, sich als sozialistischen Reichstagskandidaten aufstellen zu lassen: „Aber“, 
schreibt er, „erst muß der Staat im Militäretat und in dem Kirchengesetz stärker 
werden“ (an denselben, vom 14. Januar 1874. Brief Nr. 140, 8. 352). 
6 ) Brief an dens. v. 17. Okt. 1872. 
6 ) Brief an dens. v. 6. Januar 1873, Brief Nr. 117, S. 290. 
’) Brief an dens. v. 10. März 1872, und PhysiokratieundAnthropokratie, 
in den Briefen und Sozialpolitischen Aufsätzen S. 521 und 522.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.