Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Der Staatssozialismus. 
479 
große Frage, das große Problem. Für die Volkswirtschaftler aus der 
Schule Smith’s sind die sozialen Organismen dasselbe, wie lebende 
Organismen. Das freie Spiel der natürlichen Gesetze hat den gleichen 
wohltuenden Einfluß, wie der unbehinderte Blutumlauf im menschlichen 
Körper. Die Freiheit soll die regelmäßige Erfüllung der sozialen 
Funktionen sicher stellen? Welcher Irrtum! sagt Eodbertus. ,.Die 
Staaten sind nicht so glücklich oder so unglücklich, daß sich ihre 
Lebensfunktionen von selbst mit Naturnotwendigkeit vollziehen. Wie 
sie als geschichtliche Organismen sich selbst organisierende Organismen 
sind, sich ihre Gesetze und Organe selbst zu geben haben, so gehen 
auch die Funktionen ihrer Organe nicht mit Notwendigkeit vor sich, 
sondern sie, die Staaten selbst, haben sie in Freiheit zu regeln, zu 
unterhalten, zu fördern 1 ).“ Deshalb schlägt Rodbertus schon 1837 
vor, die natürliche Freiheit durch ein „System staatlicher Leitung“ 
zu ersetzen 2 ), und sein ganzes W * * 7 erk ist nichts als ein Versuch, die 
Notwendigkeit dieses Systems nachzuweisen. Untersuchen wir seine 
Beweisführung und gehen wir zu diesem Zweck mit ihm die - ver 
schiedenen wirtschaftlichen Funktionen durch, so wie wir sie oben 
definiert haben. Betrachten wir, wie sie sich ihm zufolge heute voll 
ziehen, und wie sie sich in einer besser organisierten Gesellschaft 
vollziehen müßten: 
1. Zunächst kann man in der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung 
nicht genau von einer Anpassung der Produktion an die sozialen 
Bedürfnisse sprechen, sondern nur an die wirksame Nach 
frage, nämlich an die Nachfrage, die sich in einem Geldangebot 
ausdrückt. Diese Tatsache, auf die übrigens Adam Smith schon hin 
gewiesen hatte, und auf die Sismondi besonderen Nachdruck legte, 
führt, so sagt uns Rodbertus, zu einer schwerwiegenden Folge 
erscheinung: es werden nämlich nur die Bedürfnisse derjenigen, die 
schon etwas besitzen, befriedigt 8 ). Derjenige, der nichts anderes auf 
dem Markte anzubieten hat, als seine Arbeit, erhält, wenn sich 
herausstellt, daß nach dieser Arbeit keine Nachfrage besteht, über 
haupt keinen Teil des sozialen Erzeugnisses. Umgekehrt bestimmt 
derjenige, der ein Einkommen besitzt, auch wenn er es gar keiner 
persönlichen Arbeit verdankt, durch diese wirksame Nachfrage die 
Produktion der Gegenstände, die er wünscht. So sieht man oft, daß 
die notwendigsten Bedürfnisse der einen nicht befriedigt werden, 
*) Physiokratie und Anthropokratie in den Briefen und Sozial 
politischen Aufsätzen, Bd. II, S. 519, Berlin 1881. 
*) Schriften. Bd. III, S. 218. 
8 ) „Zuvörderst . . . wird in diesem Zustande überhaupt nicht für die Bedürfnisse 
der Arbeit, sondern für die Bedürfnisse des Besitzes produciert“ (Kapital 
8. 193). Vgl. auch Kapital, S. 52ff.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.