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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Der Staatssozialismus. 
493 
er sich davon macht. Daher fällt ihm der Nachweis nicht schwer, 
daß diese idealen Funktionen sich heute noch nicht vollziehen. 
Es ist sicher, daß die Produktion noch nicht auf dem „sozialen Be 
dürfnis“ beruht, und daß die Güter sich nicht im Verhältnis zur ge 
leisteten Arbeit verteilen. Wir haben aber auch gesehen, daß das 
„soziale Bedürfnis“, so wie es Eoubeetus auffaßt, ein durchaus un 
bestimmter Begriff ist. Die logische Anwendung der Verteilungsformel, 
die er aufstellt, „jedem das Produkt seiner Arbeit“, stößt auf Un 
möglichkeiten, und die Sozialisten geben selbst zu, daß es weder die 
Ansprüche der Menschheit noch die der Produktion befriedigen 
würde. Damit die Beweisführung Eodbeetxjs’ überzeugend wirken 
könnte, dürfte seine Definition der sozialen Funktionen nicht schon 
an und für sich so große Schwierigkeiten verursachen. 
Geben wir ihm aber immerhin zu, daß die Existenz einer Gesell 
schaft den guten Ablauf gewisser Funktionen bedingt, deren De 
finition hier ohne Bedeutung ist. Dann bleibt immer noch die Frage 
offen, und in ihr liegt die schwerstwiegende Kritik: ob die Kontrolle 
und die Voraussicht der Menschen sich nicht in einer anderen Weise, 
als durch die Einmischung des Staates, betätigen können ? Für Eon- 
bebtds gibt es nur eine Alternative: entweder absoluter Individualis 
mus oder alleinige Leitung durch den Staat. Aber weder die Natur 
noch die Geschichte lassen sich in einem derartigen Dilemma fangen. 
Sein Vergleich der Gesellschaft mit einem biologischen Organismus hat 
nur den Wert eines einfachen Gleichnisses, das heute fast allgemein 
verworfen wird. Ihm erscheinen der wirtschaftliche Individualismus 
und die persönliche Freiheit als untrennbar. Er teilt eine Illusion, 
die zu jener Zeit fast allen Volkswirtschaftlern gemeinsam war. Es 
schien damals unmöglich, über den Individualismus zu triumphieren, 
ohne die Freiheit zu . zerstören. Wir wissen aber heute, daß diese 
Ideenverbindung, wie viele andere ähnliche, nicht ewig ist. Unser 
heutiges wirtschaftliches Leben, das zwischen dem Individuum und 
dem Staat eine immer größere Vielfältigkeit freier wirtschaftlicher 
Genossenschaften emporkommen sieht, beweist seine Unhaltbarkeit 
mit jedem Tage mehr. 
Es ist jetzt leicht, das aufzuzeigen, was in der Lehre Eod- 
bertus’ so ausgesprochen konservative Köpfe wie die modernen Staats 
sozialisten anziehen konnte, die doch von dem Streben beseelt sind, 
mehr Gerechtigkeit in unser wirtschaftliches Leben zu bringen. Es 
ist dies zunächst die von Eoubbexus selbst verwirklichte Trennung 
der Politik von dem wirtschaftlichen Sozialismus und seine Abneigung 
gegen jede Eevolution. An zweiter Stelle steht seine „organische“ 
Auffassung der Gesellschaft, die seinen ganzen Gedankengang durch 
dringt. Der Staatssozialismus nimmt mit ihm an, daß die Produktion
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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