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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Der Staatssozialismus. 
497 
deren Hauptzweck darin lag, ihnen den Einkauf der Rohstoffe zu 
erleichtern. Grundsatz dieser Genossenschaften allerdings war der 
Ausschluß jeder staatlichen Einmischung. 
Neu war daher bei Lassalle nur sein Ruf nach der Intervention 
des Staates. Hierdurch, durch seinen energischen Protest gegen 
das ewige Laisser-faire, machte er auf die öffentliche Meinung 
Eindruck. Er selbst gefiel sich darin, seine Agitation in diesem 
Licht darzustellen, ln seiner Rede an die Arbeiter Frankfurts am 
19. Mai 1863 rief er aus: „Das, sage ich Ihnen, ist der prinzipielle 
Punkt (der der stattlichen Einmischung), um den es sich in dieser 
ganzen Agitation handelt, und für den ich mich zu derselben ent 
schlossen habe. Hier, mit dieser Frage, steht und fällt die Schlacht, 
die ich schlage“ 1 ). 
In jeder seiner hauptsächlichsten Schriften kommt er auf diesen 
Gedanken zurück. Er hat ihn jedoch ganz besonders in seiner Rede 
an die Berliner Arbeiter im Jahre 1862 entwickelt. Hier tritt er 
uns in seiner ganzen Kraft entgegen. Er stellt hier der „bürger 
lichen“ Auffassung die „wahre“ Auffassung vom Staat gegenüber, 
die, wie er sagt, die der Arbeiterklasse ist. Für die Bourgeoisie hat 
der Staat keinen anderen Zweck, als die Freiheit und das Eigentum 
der Individuen zu beschützen. Diese Auffassung würde genügen, 
wenn wir alle „gleich stark, gleich gescheit, gleich gebildet und 
gleich reich wären“ 3 ). Da aber diese Gleichheit nicht besteht, so 
bedeutet die Beschränkung der Rolle des Staates auf die eines „Nacht 
wächters“ die Auslieferung des Schwachen an die Ausbeutung durch 
den Starken. In Wirklichkeit ist der Zweck des Staates etwas ganz 
anderes. Die Geschichte der Menschheit ist nur ein langer Kampf, 
sich die Freiheit gegenüber der Natur zu erobern, gegenüber den 
Unterdrückungen aller Art; Elend, Unwissenheit, Armut, Schwachheit, 
mit denen sie den Menschen umgibt. In diesem Kampfe bleibt das 
vereinzelte Individuum ohnmächtig; der Zusammenschluß ist ihm un 
entbehrlich. Der Staat ist es nun, der diesen Zusammenschluß schafft, 
und sein Zweck ist daher „die menschliche Bestimmung, — d. h. die 
Kultur, deren das Menschengeschlecht fähig ist, — zum wirklichen 
*) Werke, Äusg. Pfau, Bd. II, S. 99. Diese Bede ist unter dem Titel 
Arbeiterlesebuch gedruckt worden. Gerade diese Haltung hat ihm Marx zum 
Vorwurf gemacht, ln einem seiner Briefe an Schweitzer, vom 13. Oktober 1868, 
den Mehring (Aus dem literarischen usw. IV, S. 362) anführt, schreibt er; 
„Er ließ sich zu sehr durch die unmittelbaren Zeitumstände beherrschen. Er machte 
den kleinen Ausgangspunkt — seinen Gegensatz gegen einen Zwerg, wie Schulze- 
Delitzsch — zum Zentralpunkt seiner Agitation: Staatshilfe gegen Selbsthilfe.“ 
2 ) Werke, Ausgabe Pfau, Bd. I, S. 194. 
Gide und Rist, Gesoh. d. Volkswirtschaft]. Lehrmeinungen. 
32
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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