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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

508 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
fertigt, wie auch die der kommunalen Unternehmungen für Gas- und 
Wasseranlagen usw. 
Man sieht jetzt den Hauptcharakter des Staatssozialisraus klarer 
hervortreten. Sein Ausgangspunkt ist nicht, wie für die Sozialisten, 
die eindringende Kritik des Eigentums oder des Einkommens ohne 
Arbeit. Er ist in der Hauptsache moralisch und national. Eine voll 
kommenere Gerechtigkeit in der Verteilung, ein höherer Wohlstand 
der Arbeiterklassen erscheinen ihm als die Bedingung der Aufrecht 
erhaltung jener nationalen Einheit, deren Vertreter der Staat ist. 
Aber er bezeichnet die Hegeln dieser Gerechtigkeit nirgends mit 
Genauigkeit und gibt ebensowenig die Grenzen an, wo diese Ver 
besserungen halt machen sollen. Ebenso ist die Vermehrung der 
kollektivistischen Einrichtungen öffentlichen Interesses für ihn ein 
Mittel, die moralische Solidarität zu entwickeln, indem sie das Feld 
der rein egoistischen Betätigung beschränkt. Die Aufrechterhaltung 
des Privateigentums und der individuellen Initiative erscheint ihm 
aber zur Steigerung der Produktion unentbehrlich und läßt ihn dem 
Kollektivismus feindlich gegenüber stehen. Dieser hauptsächlich 
moralische Charakter erklärt den Unterschied zwischen der Genauig 
keit seiner einzelnen positiven Forderungen und dem etwas unbe 
stimmten Charakter seiner allgemeinen Prinzipien, die ein jeder, je 
nach seiner Gemütsverfassung, mehr oder weniger weitgehend an 
wenden kann. Unleugbar sind seine Kriterien im wesentlichen sub 
jektiv. Dies erklärt die äußerst scharfe Kritik von seiten gewisser 
Volks Wirtschaftler, denen es hauptsächlich um theoretische Genauig 
keit zu tun ist, und den nicht weniger lebhaften Beifall, den sie bei 
allen praktischen Reformern gefunden haben. Der Staatssozialismus 
war sozusagen der Schnittpunkt, in dem sich die Richtungen des christ 
lichen Sozialismus, des aufgeklärten Konservativismus, der fortschritt 
lichen Demokratie und des opportunistischen Sozialismus kreuzten. 
Sein Erfolg erklärt sich aber vielleicht weniger aus dem Wert 
seiner Prinzipien, als aus der Förderung, die ihm die politische und 
wirtschaftliche Entwicklung am Ende des neunzehnten Jahrhunderts 
brachte. In Deutschland war sein bester Bundesgenosse in der Aus 
breitung seiner Ideen der Fürst Bismakck. Die Theorie des Staats 
sozialismus ließ ihn völlig kalt. Zur Rechtfertigung seiner Sozialpolitik 
zog er es vor, sich auf die Prinzipien des Christentums oder auf die 
des preußischen Landrechtes zu stützen 1 ). In Wirklichkeit lag es 
*) Die Kaiserliche Botschaft vom 17. November 1881, die die Eeihe der be 
rühmten Versioherungsgesetze ankündigte, erklärt eine ausgesprochenere, staatliche 
Einmischung für notwendig: „Für diese Fürsorge die rechten Mittel und Wege zu 
finden, ist eine schwierige, aber auch eine der höchsten Aufgaben jedes Gemein 
wesens, welches auf den sittlichen Fundamenten des christlichen Volkslebens steht.“
	        

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La Question d’Orient Depuis Ses Origines Jusqu’ À Nos Jours. Librairie Félix Alcan, 1914.
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