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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

510 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
Regierung genommen haben, haben sie versucht, von der Gesetz 
gebung zu ihrem Nutzen Gebrauch zu machen. Die progressive 
Einkommenstener, die Versicherungsgesetze, die Schntzvorschriften, 
die immer häufigeren Einmischungen der Regierung in die Arbeits 
bedingungen, sind der Ausdruck dieser Bestrebungen, die sich unab 
hängig von jeder vorgefaßten Doktrin entwickelt haben. 
Die Regelung des Verhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeit 
nehmer war der Hauptgegenstand des gesetzgeberischen Staatssozia 
lismus. Aber die Regierungen und die Stadtverwaltungen haben 
ihre Einmischung auch auf die Produktion ausgedehnt. Sie wurden 
dazu weniger von der Theorie als von dem neuen Charakter des 
sozialen Lebens gedrängt. Die großen öffentlichen Arbeiten (Straßen, 
Kanäle, Transporte) haben sich im Laufe des 19. Jahrhunderts dank 
der neuen Macht der Produktivkräfte vervielfältigt. Öffentliche 
Wohlfahrtsbehörden haben sich infolge der wachsenden Konzentration 
der Bevölkerung in den Städten entwickelt. Das Gemeinschaftsleben 
greift immer mehr auf die Gebiete des isolierten und zerstreuten 
Lebens von früher über; die Interessengemeinschaft, die sich früher 
auf die Grenzen des Dorfes oder der Landstadt beschränkte, hat sich 
auf die der großen Städte und der Nation ausgedehnt. Zur gleichen 
Zeit vereinheitlicht sich die Industrie täglich mehr und schränkt so 
selbsttätig das Bereich der freien Konkurrenz ein. Auf dem Markte 
der Arbeit wie auf dem der Produkte, auf dem des Geldes wie auf 
dem der Waren, nimmt die Konzentration immer mehr den Platz der 
früheren Zersplitterung ein. Überall gibt es Monopole. Die Kollektiv- 
unternehmnng hat aufgehört, eine Ausnahme zu sein: sie wird immer 
mehr zur Regel. Und die öffentliche Meinung befreundet sich ohne 
Mühe mit dem Gedanken, den Staat, das Kollektivwesen par excellence, 
seinerseits zur industriellen Betätigung übergehen zu sehen. 
Wie konnte es unter solchen Umständen ausbleiben, daß die Ent 
wicklung des Staatssozialismus so groß wurde, um ihm in kurzer Zeit 
eine vorherrschende Stellung in der öffentlichen Meinung zu verschaffen ? 
Er hat das große Verdienst gehabt, den noch ziemlich ver 
worrenen praktischen Zielen und Bestrebungen einer neuen Periode 
politischer und wirtschaftlicher Geschichte Ausdruck zu geben, ohne 
doch, wie der Sozialismus, durch die Perspektive eines radikalen Um 
sturzes der Gesellschaft Schrecken zu erregen. Er hat den Gesetz 
gebern und den politischen Schriftstellern die notwendigen Gründe 
für die neue Politik, die sie einführen wollten, geliefert; er hat 
einen Boden gefunden, auf dem sich die verschiedensten Parteien 
und die sich widersprechendsten Meinungen zu gemeinsamer Arbeit 
finden konnten. Liegt hierin nicht das große Verdienst einer Lehre, 
die vor allen Dingen sofortige Erfolge erstrebte?
	        

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Die Theorie Der Volkswirtschaft. Verlag von Arthur Kade, 1912.
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