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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

538 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
Der Klassenkampf ist keine neue Tatsache; „Die Geschichte aller 
bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen x ).“ 
Wenn er aber zu jeder Zeit, bestanden hat, so wird er doch nicht 
immer bestehen bleiben. Der Klassenkampf, dessen Zeugen wir sind, 
und hierin liegt das tragische Interesse, wird der letzte sein, weil 
die Herrschaft des Kollektivismus, „indem sie gerade die Bedingungen 
aus der Welt schafft, die den Antagonismus der Klassen herbeiführen, 
auch die Klassen selbst zum Verschwinden bringen wird“. Nebenbei 
möchten wir bemerken, daß diese Prophezeiung nicht einer starken 
Dosis jenes utopistischen Optimismus entbehrt, den die Marxisten mit 
solcher Entrüstung unseren alten französischen Sozialisten vorwerfen. 
dj Zum Schluß unterscheidet sich der Marxismus von den meisten 
der früheren sozialistischen Schulen durch einen klar ausgedrückten 
revolutionären, oder wie man manchmal sagt, katastro 
phalen Charakter. Schon das Wort „Klassenkampf“, seine Devise, 
drückt dies klar genug aus. Wenn man daran denkt, daß dieses Beiwort 
„revolutionär“ von den Marxisten gerade auf die Handlungsweise der 
Bourgeoisie angewendet wird, so wird man empfinden, daß man es hier 
nicht ganz und gar in dem gewöhnlichen Sinne gebrauchen darf. 
Die Revolution wird in der Beseitigung der besitzenden Klasse 
durch die Arbeiterklasse bestehen, aber diese Ausschaltung bedingt 
keineswegs die Guillotine, nicht einmal Straßenkämpfe. Sie kann 
ganz friedlich durchgeführt werden: — sei es auf politischem und 
gesetzlichem Wege, wenn die Arbeiterklasse die Majorität in den 
Parlamenten erlangt, ein Geschehnis, das durchaus im Bereich der 
Möglichkeit zu liegen scheint, da sie ja schon die Mehrheit der 
Wählermassen, wenigstens in den Ländern mit allgemeinem Stimm 
recht, hinter sich hat; — sei es auf wirtschaftlichem Wege, wenn 
z. B. die Arbeitergenossenschaften dazu gelangen, alle wirtschaftlichen 
Dienste direkt zu organisieren, und den Kapitalismus als leere Schale 
liegen zu lassen * 2 ). 
Auch kann das Ende, die Katastrophe, in einer anderen Art 
1) Manifest, S. 9. Wir müssen Jedoch wiederholen, daß schon die Saint- 
Simonisten diesen Gegensatz ansgeführt hatten, indem sie nicht von Reichen und 
Armen, sondern von Müßiggängern und Arbeitenden sprachen. Hierin liegt 
sicherlich eine wirtschaftliche Unterscheidung. Es ist aber noch nicht die marxistische 
Unterscheidung, denn für die Saint-Simonisten waren die Arbeitgeber, die Bankiers 
usw., ebenso und noch viel mehr Arbeitende, als die Arbeiter (vgl, oben, Saint- 
Simonismus, S. 259). 
2 ) Wie man weiß, wird heute in "Frankreich der erste dieser beiden Wege (die 
Eroberung der öffentlichen Gewalt) durch das, was man den Socialisme unifie 
nennt, vorgestellt, — und der zweite (die direkte wirtschaftliche Beeinfiußung außer 
halb jeder politischen Handlung), durch den parti syndicaliste und hauptsächlich 
durch die Confederation Generale du Travail (siehe unten SS. 547/548).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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