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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Der Marxismus. 
545 
Gewalt als durch Anwendung der parlamentarischen Machtmittel, denn 
diese Masse bildet gerade den zur Mehrheit unentbehrlichen Bestand 
teil, wenn sie nicht schon an sich die Mehrheit vorstellt: und wie 
sollte man hoffen, sie um ein Programm zu scharen, das ihre eigene 
Expropriation enthielt? 
Daher hat man einen Unterschied gemacht. Die Sozialisation der 
Produktionsmittel wird nur auf den Großbesitz und die Großindustrie 
angewandt, auf diejenigen, die Lohnempfänger beschäftigen; der kleine 
Besitz dessen, der von seiner Arbeit lebt, wird aber geschont. Gegen 
den Vorwurf der Inkonsequenz oder des Opportunismus verteidigt man 
sich, indem man sagt, daß man sich auf diese Weise nur dem Gang 
der Entwicklung anpasse. Man beginnt mit der Expropriation der 
Industrien, die schon zur kapitalistischen Lohnordnung, zum Stadium 
des Mehrwertes gelangt sind. 
Diese Schlußfolgerung läßt sich in der Tat rechtfertigen, da sie sich 
logisch auf den Prämissen auf baut. In Wirklichkeit ist es aber nicht 
so leicht, zu wissen, was man mit diesem individuellen Kleinbesitz 
tun soll. Wird man ihn leben und sich neben dem gesellschaftlichen 
Eigentum entwickeln lassen? Man versteht kaum, wie diese beiden 
Zustände nebeneinander und miteinander vermischt bestehen sollen, 
und wie es der Einzelperson frei stehen soll, zwischen ihnen zu wählen. 
Daher verhehlen auch die Kollektivsten, wenn sie unter sich sind, nicht 
den Gedanken, daß es sich um ein nur vorläufiges, der Ängstlichkeit der 
kleinen Besitzer gemachtes Zugeständnis handelt, und man rechnet 
darauf, daß sie von selbst ihren elenden Besitz aufgeben werden, um 
an den Wohltaten der neuen Ordnung teilzunehmen oder aber, daß sie 
mit oder ohne ihren Willen durch deren wirtschaftliche Überlegenheit 
ausgeschieden werden. Da diese Aussichten aber nichts besonders 
Anziehendes für die haben, auf die sie sich beziehen, läßt man sie 
gern im Dunkeln. 
Was wird nun aus dem Klassenkampf im Neomarxismus? — Man 
leugnet ihn nicht, aber er wird dadurch sehr abgeschwächt, daß man 
ihn nicht mehr als einen Kampf auf Tod und Leben zwischen den 
beiden Klassen darstellt, sondern als ein recht verwirrtes Kampf 
getümmel zwischen einer großen Anzahl von Klassen, dessen Aus 
gang infolgedessen schwer vorauszusehen ist. Die Vorstellung von der 
Gesellschaft, als ob sie nur aus zwei übereinander liegenden Schichten 
bestände, ist eben all zu einfach. Wir sehen im Gegenteil eine immer 
wachsende Differenzierung gerade innerhalb der Kapitalistenklasse. 
Andere Kämpfe gehen vor sich hauptsächlich zwischen den Geld 
suchenden und den Kentiers, zwischen den Fabrikanten und den 
Händlern, zwischen den Industriellen und den landwirtschaftlichen 
Grundbesitzern; — besonders dieser letztere Kampf, dessen Bedeutung 
G'ide und Rist, Gesch. d. Volkswirtschaft!. Lehrmeinungen. 35
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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