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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

558 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
nicht einmal die versprochene Gleichheit: denn, da alle Bande der 
Solidarität zwischen den Brüdern gelöst sind, so bereichern sich die 
einen, während die anderen im Elend verkommen; ein jeder für sich! 
Eine derartige Ordnung der Dinge endigt notwendigerweise in der 
Sterilität, wovon Frankreich einen schlagenden Beweis liefert. Da 
die Kinder nämlich nur so lange bei ihren Eltern bleiben, als sie 
ihrer Hut bedürfen, und sie verlassen, sobald sie imstande sind, sich 
selbst zu genügen, wie die Jungen der Tiere, so ist es klar, daß die 
Eltern ein Interesse daran haben, so wenig wie möglich Kinder zu 
zeugen'). 
Im Gegensatz dazu vertraut die Wahl-Erbfolge-Familie dem 
Sohn, der zn Hanse bleibt, die Hut der Überlieferung an, und überläßt 
es den Söhnen, die in die Ferne ziehen, ihren Unternehmungsgeist 
zu betätigen. Auf diese Weise hat England die Welt erobert. Zur 
gleichen Zeit hält diese Einrichtung die wirkliche Familiengleichheit 
aufrecht, indem das Heim stets denen als Zufluchtsort ollen stellt, 
die sich dahin zurückziehen wollen, weil sie in der Welt keinen Er 
folg gehabt haben. Hierin liegt, um nur ein Beispiel anzuführen, 
die Lösung der Frage, wie die schmerzliche Lage der alten Jungfern 
freundlicher gestaltet werden könne. 
Um zu versuchen, die Wahl-Erbfolge-Familie in Frankreich 
wiederaufzurichten, gibt es außer der moralischen Reform nur ein 
einziges Mittel; es besteht darin, die Testierungsfreiheit wieder 
einzuführen oder zum allerwenigsten den frei verfügbaren Teil ge 
nügend zu vergrößern, damit der Vater imstande sei, den Grund und 
Boden oder das Unternehmen in seiner Gesamtheit einem .seiner 
Kinder zu hinterlassen, mit der Bedingung, daß dieses seine Ge 
schwister entschädigt, wmnn der Rest des Erbes nicht genügt, jedem 
seinen Teil zu sichern * 2 ). 
Wenn die Autorität des. Vaters über seine Kinder ein für die 
Stabilität der Gesellschaft unentbehrliches Element darstellt, so ist 
doch die Autorität des Arbeitgebers über seine Arbeiter ebenfalls 
äußerst bedeutsam, w r enn sie sich auch aus der ersteren ableiten läßt. 
*) „Um zusammenzufassen: ich habe niemals eine soziale Organisation angetroffen, 
die im gleichen Grade die Gesetze der materiellen und der moralischen Ordnung 
verletzt“. 
2 ) Lb Play, der einen gewissen Einfluß auf Napoleon III. hatte, versuchte von 
ihm einen Qesetzesvorschlag zu erhalten, um den „Code civil“ in diesem Sinne 
abzuändern. Obgleich der Kaiser diesem Gedanken sympathisch gegenüberstand, 
und trotz seiner fast absoluten Macht, wagte er es doch nicht, das öffentliche Gefühl 
zn verletzen, denn in Wirklichkeit wenden die Familienväter nicht einmal die be 
schränkte zu ihrer Verfügung stehende Quote an, die das Gesetz ihnen zugesteht. 
Das Übel liegt daher, wenn es überhaupt ein Übel ist, viel tiefer, als Lb Play 
dachte: es ist mehr in den Sitten als im „Code“ begründet.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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