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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

608 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
Es gibt daher zwei nebeneinander bestehende Märkte *), den der 
Dienste und den der Produkte: und auf jedem von ihnen werden die 
Preise von den gleichen drei Gesetzen bestimmt: 
der Unternehmer, der als Preis seiner Produkte gerade denselben Wert erhält, den 
er für die Produktiv-Dienste gezahlt hat, keinen Profit gewinnt. 
In der Tat geben auch Walbas, wie Pantaleoni vollständig die Richtigkeit 
dieses anscheinenden Paradoxon zu, — wohl verstanden, indem sie auf dem ange 
nommenen Boden der vollkommen freien Konkurrenz bleiben, und indem sie acht 
haben, den Profit durchaus von den Zinsen zu trennen (was die englische Schule 
nicht tut); die Zinsen werden ja als einer der Bestandteile der Produktionskosten 
betrachtet. 
Übrigens liegt hierin nichst überraschendes, da es ja auf dasselbe hinausläuft, 
wie die wohlbekannte Formel, daß der Verkaufspreis unter der Herrschaft der freien 
Konkurrenz notwendigerweise mit den Produktionskosten übereinstimmt. 
Selbstverständlich hindert dies nicht, in Wirklichkeit das Bestehen des Profits 
in allen Gesellschaften anzuerkennen, doch erklärt man es einfach aus den beständigen 
Oszillationen des Systems um einen festen Punkt, bei dem es nie stehen bleibt. 
Der Profit ist in dieser Auffassung wie die Wogen des Meeres, — was uns nicht 
daran hindert, das Niveau des Meeres als horizontal anzusehen und sogar auf diese 
Annahme die Messung aller Höhenunterschiede der Erde zu gründen. Wird der 
Tag kommen, an dem bei vollständig verwirklichtem Gleichgewicht es keinen Profit 
mehr gehen wird? ... Vielleicht wohl, aber an dem Tage, an dem in der physischen 
und wirtschaftlichen Welt das Gleichgewicht vollständig verwirklicht sein wird, 
wird die Uhr stehen bleiben und die Welt ihr Ende finden. 
’) Um das System von Walkas richtig darzustellen, muß man sagen, daß es 
nicht nur zwei, sondern drei Märkte gibt, die ineinander geschachtelt sind, denn, 
ebenso wie auf dem Markte, wo Produkte ausgetauscht werden, die Menge dieser 
Produkte von der mehr oder weniger großen Menge produktiver Dienste (Boden, 
Arbeit und Kapital) abhängt, ebenso hängt wiederum die Menge der produktiven Dienste, 
oder wenigstens die der Kapitalien, von der mehr oder weniger großen Aktivität 
der Bildung neuer Kapitalien (Eisenbahnen, Bergwerke, Maschinen) ab. Diese 
wieder wird ihrerseits von der Höhe der Spartätigkeit bedingt. Hierin besteht der 
dritte Markt; der der Kapitalisation. Da die neuen Kapitalien nur aus den 
Ersparnissen gezahlt werden können (d. h. mit demjenigen Teil des Einkommens, 
den die Produzenten nicht auf den Ankauf von Gebrauchsgütern verwendet haben), 
muß der Preis dieser Kapitalien so beschaffen sein, daß er die Menge der neu 
gebildeten Kapitalien und die in bar realisierte Menge des Gesparten zusammen 
fallen läßt, — und wenn man z. B. mehr Ersparnisse als Kapitalien gebildet hat, wird 
der Preis dieser letzteren steigen. 
Wenn man aber sagt, daß der Preis der Kapitalien-steigt, so heißt das in 
anderen Worten, daß der Zinsfuß (oder wie Walhas sagt; die Miete der Ersparnisse) 
sinkt. Das Sinken des Zinsfußes wird nun aber diejenigen, die sparen, abschrecken. 
Hieraus wird sich ergeben, daß auf dem Markte der Kapitalbildung im Gleichgewicht 
zwischen Angebot und Nachfrage ein Wechsel eintritt, der Preis neuer Kapitalien 
wird sinken, der Zinsfuß steigt, usf. 
Um zusammenzufassen: „Der maximale Gesamtnutzen auf der einen 
Seite, die Einheit des Preises auf der anderen, — sei es der Produkte auf 
dem Markt der Produkte, sei es der Dienste auf dem Markte der Dienste, sei es 
der Einkommen auf dem Markte der Kapitalien, — das ist daher immer die 
doppelte Bedingung, gemäß der sich die Welt der wirtschaftlichen Interessen zu
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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