Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Die Hedonisten. 
611 
ist ihnen bis heute hartnäckig- verschlossen geblieben. Nicht nur 
ist der Doyen dieser Schule, Waleas, gezwungen gewesen, Frankreich 
zu verlassen, um im Auslande ein günstigeres Feld für seine Lehr 
tätigkeit zu suchen, sondern man hätte bis vor kurzem kein Buch 
und keine Vorlesung finden können, wo diese Doktrinen dargelegt 
oder auch nur kritisiert worden wären 1 ). 
Man würde diese Antipathie leichter verstehen, wenn Frankreich, 
wie Deutschland, schon von der historischen Schule erobert worden 
wäre: in diesem Fall hätten allerdings diese beiden Richtungen 
nicht nebeneinander bestehen können. Wir haben aber schon ge 
sehen, daß dies nicht der Fall ist, denn die große Mehrzahl der 
französischen Volkswirtschaft!er ist der liberalen Schule treu geblieben. 
Anscheinend hätte man sich daher wohlwollender gegenüber einer 
Schule zeigen sollen, die doch schließlich neo-klassisch ist und nie 
etwas anderes wollte, als die Lehre der Meister besser darzustellen 2 ). 
In den letzten Jahren hat Colson in seiner großen Abhandlung über 
Economie politique den mathematischen Theorien des Angebots und der Nach 
frage einen Platz eingeräumt; Landet hat in seinem Manuel d’Economique 
die Theorien der österreichischen Schule dargelegt, und Antohblli hat im „College 
libre des Sciences sociales“ Vorlesungen über das System Walras’ gehalten. Wir 
haben schon das Buch Aüpetit’s über das Geld angeführt. Weiterhin müssen noch 
die Übersetzungen des Manuel d’Beonomie Politique Vileredo Paeeto’s und 
der Theorie de l’Economie Politique von Stanley Jbvons erwähnt werden. 
2 ) Paul Leroy-Beaulibu ist besonders scharf gegen die mathematische Schule 
aufgetreten; „Sie ist eine reine Chimäre, der reine Betrug. ... Sie hat weder eine 
wissenschaftliche Grundlage, noch irgendwelche praktische Anwendungsmöglichkeit. 
Sie bietet nur reine Gedankenspielereien ... die dem Berechnen der Folge der 
Glücksnummern am Eoulette in Monaco ähnlich sind.“ — „Die angeblichen Kurven 
der Nützlichkeit wie die der Nachfrage“, sagt er an anderer Stelle, „entbehren jeder 
praktischen Bedeutung, weil man Bier oder Apfelwein trinken wird, wenn der Preis 
für Wein steigt. Jedes Produkt hat Ersatzprodukte neben sich, die seine Bewegung 
begrenzen“ (Traite d’Economie Politique, Bd. I, S. 85 und Bd. III, S. 62). 
Diese letztere Kritik kommt wirklich etwas unerwartet. Wie kann man den 
Hedonisten vorwerfen, von dem Gesetz der Substitution keine Kenntnis zu haben, 
da sie es, wie wir eben gesehen haben, wenn auch nicht entdeckt, so doch außer 
ordentlich ausgebaut haben? Es ist daher doch wahrscheinlich, daß ein etwa be 
stehender Widerspruch zwischen diesem Gesetz und ihrer Lehre ihnen nicht entgangen 
sein würde. Übrigens können wir diesen Widerspruch nicht finden. Auch das Bier 
oder der Apfelwein haben ihre Nachfragekurve: das hindert den Wein aber nicht, seine 
eigene zu haben. Daß die Möglichkeit, von der einen zur anderen gehen zu müssen, 
das Problem erschwert, da in diesem Fall der mathematische Yolkswirtschaftler es 
mit zwei oder drei, anstatt mit nur einer Kugel zu tun hat, die er ins Gleichgewicht 
bringen muß, — das ist ganz richtig! Aber gerade für diese Art von Schwierig 
keiten eignet sich die Mathematik am ehesten, ja ihre Anwendung drängt sich fast 
geradezu auf. Diese Solidarität zwischen verschiedenen Werten, komplementären 
u nd supplementären Gütern, ist gerade eins der Probleme, das die Hedonisten mit 
Vorliebe pflegen (siehe Pantalboni, Economia pura). 
In einer Abhandlung Simiand’s findet sich eine Kritik der mathematischen 
39*
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.