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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

532 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
a) Stolz beansprucht sie den Titel: wissenschaftlicher 
Sozialismus. Doch muß dieses Beiwort in seiner richtigen Bedeutung 
aufgefaßt werden. Der Marxismus verhöhnt schärfer, als es die 
Ökonomisten jemals getan haben, alle Phalansterien und alle Republiken 
in Ikaria, und ebenso alle die mehr oder weniger vollständigen Genossen 
schaftssysteme. Er behauptet nicht, einen neuen Plan aufgestellt zu 
haben, sondern gibt sich nur, sagt Labeiola, als „die wissenschaftliche 
und überlegte Offenbarung des Weges, den unsere bürgerliche Gesell 
schaft durchläuft (möge der Schatten Fotjsiee’s mir verzeihen!)“ x ). 
Er beschränkt sich darauf, den Sinn der Entwicklung aufzudecken, die 
nolens volens die menschlichen Gesellschaften vorwärts treibt, und den 
Punkt zu bezeichnen, auf den hin der Lauf der Dinge gerichtet ist. 
Diese Methode nähert den Marxismus eher der klassischen 
Nationalökonomie und ihrer Auffassung der natürlichen Gesetze, als 
dem Sozialismus. Und weiter steht es unbezweifelbar fest: die 
Theorien Marx’ beruhen auf denen der großen Ökonomisten aus dem 
Anfang des 19. Jahrhunderts und im besonderen auf denen Ricaedo’s. 
Yon ihm stammt der Marxismus in gerader Linie ab. Er ist sein 
Erbe nicht nur auf Grund seiner sich auf die Arbeit gründenden 
Werttheorie, nicht nur durch die Theorie des Antagonismus zwischen 
Profit und Lohn, nicht nur durch die der Rente, durch all diese Lehren 
Ricardo’s, die kaum verändert in die marxistische Doktrin über 
gegangen sind und ihr als mächtiges Gerüst dienen, sondern, so paradox 
diese Behauptung im ersten Augenblick wohl erscheinen mag, er 
ist sein Erbe auch auf Grund seiner abstrakten, dogmatischen Methode 
und durch die dunkle Fassung seiner Formeln, die seinen Schülern 
stets gestattet, ihnen einen esoterischen Sinn zu geben und zu sagen, 
daß man ihn noch nicht verstanden habe, genau wie bei Ricardo 2 ). 
Marx stützt sich zwar auf eine reiche Beobachtung der Tatsachen 
— wir haben übrigens schon dargelegt, daß auch Ricardo selbst, mehr 
als man denkt, der Beobachtung der Tatsachen verdankt, — aber er 
vereinfacht und verallgemeinert sie, um darauf ein rein schematisches 
Gebäude zu errichten, gerade wie Ricardo selbst und seine Schüler 
im Jahre 1885 die Revue Socialiste gründete, war einer der ersten Vertreter 
dieses französischen Kollektivismus, und seine Nachfolger waren zuerst George 
Renaed und später Fouhbi:6:eb. 
*) Antoine Labeiola, La conception materialiste de l’Histoire, 
S. 24. Aber auch die Saint-Simonisten hatten denselben Anspruch erhoben. Es 
würde daher ungerecht sein, sie unter die Utopisten einzureihen, und einige der 
Marxisten erkennen ihnen auch in der Tat dieses Recht der Priorität zu. 
2 ) Ein Schüler von Marx, Georges Sorbl, hat völlig im Ernst geschrieben: 
„Das Beispiel der marxistischen Werttheorie zeigt uns, welche Bedeutung die 
Unverständlichkeit haben kann, um einer Lehre Nachdruck zu verleihen.“ Les 
IHusions du progres, S. 91—92. Und das ist auch tatsächlich ganz richtig!
	        

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Der Wirtschaftskrieg. Verlag der Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer, 1915.
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