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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Die Physiokraten. 
41 
aber er hat keine andere Rolle, als diesen höheren Gesetzen, die er 
nicht gemacht hat, als Ausführungsorgan zu dienen. Man muß ihn, 
in dem Gedankengang der Physiokraten, mit einem Kapellmeister 
vergleichen, der sich seines Zepters nur wie eines Taktstockes be 
dient. Allerdings ist der Despotismus eines Kapellmeisters viel wirk 
samer als der des Zaren, denn jeder der Musiker muß, auf die Sekunde 
genau, jeder Bewegung seiner Hand gehorchen. Seine Gewalt ähnelt 
aber in nichts einer Tyrannei, da jeder der Ausführenden ihr frei 
willig gehorcht, und da jeder, dem es einfallen sollte, aus Opposition 
e |ne falsche Note zu spielen, nicht als ein Widerspenstiger, sondern 
einfach als ein musikalischer Dummkopf angesehen werden würde. 
Den Physiokraten erschien diese Herrschaft unter der Form 
einer erblichen Monarchie, weil nach ihrer Ansicht, worauf wir schon 
an anderer Stelle hingewiesen haben, die Herrschaft, wie unter dem 
Feudalismus, mit dem Eigentum verbunden war; und ebenso wie die 
Erblichkeit zum Grundbesitz gehört, gehört sie auch zum Amt des 
Königs, n Der Herrscher, der für die Physiokraten den von ihnen ge 
bäumten Idealtypus eines Despoten vorstellt, ist der Kaiser von 
China; er besitzt alle von ihnen aufgestellten Charakterzüge 1 ).*- 
Als Sohn des Himmels verkörpert er die natürliche Ordnung, die 
gleichen Zeit die göttliche ist. Auch ist er landwirschaftlicher 
Herrscher, der feierlich einmal im Jahre die Hand an den Pflug legt. 
E r läßt sein Volk sich selbst regieren, oder wenigstens von Sitte 
Gebrauch regiert werden 2 ). 
Wird aber in der Praxis der Despot nichts zu tun haben? Sicher- 
Jph nicht viel; „Ihr werdet sehen, Könige und Herrscher, wie leicht 
le Ausübung eurer geheiligten Ämter ist, die wesentlich darin be- 
^ e ht, das Gute, das von selbst wird, nicht zu hindern, und die kleine 
^üzahl von Menschen, die sich am Privateigentum vergreifen, zu 
Strafen 3 ).“ 
kein "dieser höchste Alleinwille, der die letzte Instanz ist, ist im Grunde genommen 
( j es lnen sehlicher Wille mehr: er ist die verkörperte Stimme der Natur, die Ordnung 
Urw Pie Chinesen sind das einzige bekannte Volk, deren Philosophen diese 
zu haben scheinen. In diesem Sinn nennen sie auch ihren 
1 M ^ es Himmels“ (Baüdbau, S. 798). 
Wthuji T an kat i®doch gesagt (Pantaueoni in seiner Einführung zu dem Buche 
s °baftl^ 1 ~' abrioi ' a ’ 8 „Be dottrine economiche di Quesnay — Quesnay’s wirt- 
Rolle 10 e İktrin—), daß die Physiokraten dem Feudalismus gegenüber die gleiche 
Sc baft hätten, wie die Sozialisten späterhin gegenüber der bürgerlichen Gesell- 
st ehen(le\^ 0m Fetischen Gesichtspunkt aus ist das richtig, da sie eine allein- 
Pünijt lonar chie ohne Gegengewicht erstrebten, vom ökonomischen Gesichts- 
mit f Pl1 ! 1S , aker nicht, da ihre Auffassung der Souveränität und der Abgaben ganz 
b'rf 611 ® e ^ an ken getränkt ist. 
uuont, Vorrede zu den Werken Qubsnay’s I, S. 35.
	        

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National Banking under the Federal Reserve System. The National City Bank of New York, 1927.
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