Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Die Solidaristen. 
679 
Gut! Wie weit sind wir aber damit von dem Quasi-Kontrakt 
entfernt! Denn ein Kontrakt, oder ein Qnasi-Kontrakt, der sich auf 
die Gleichwertigkeit der Werte, auf das do ut des gründet, ist 
etwas anderes, als eine Gesellschaft auf Gegenseitigkeit, deren 
Charakteristikum gerade darin liegt, den Gedanken einer genauen 
Gleichwertigkeit der Leistungen auszuschließen. Die erste dieser 
Auffassungen führt den Solidarismus zum Individualismus zurück; die 
zweite stellt ihn auf den Sozialismus ein. 
Es beruht dies darauf, daß die Idee des Quasi-Kontraktes — ob 
gleich sie stark zum Erfolg der Theorie von Leon Bourgeois bei 
getragen hat — dieser Theorie nichts hinzufügt, die sehr wohl ohne 
sie auskommen könnte'). Sie ist ein geistreicher Kunstgriff, fast ein 
Wortspiel, dazu bestimmt, den gesetzlichen Beitrag zu rechtfertigen, 
indem sie ihm eine angenommene rückwirkende Zustimmung zugrunde 
legt, und — eine Verbeugung vor der Freiheit. Dem Steuerzahler, 
der gegen die Steuern für die Arbeiterpensionen protestiert, sagt man: 
Diese Steuer schuldest Du im wirklichen Sinne des Wortes „schulden“, 
nämlich auf Grund einer Verpflichtung, der du zugestimmt, oder 
doch quasi zugestimmt hast. 
Welchen Nutzen soll aber diese ironische Ausflucht haben? Wenn 
man der Ansicht ist, daß bei dem unleugbaren Tiefstand der moralischen 
Erziehung das Gesetz bei denen, die kein Gewissen haben, an Stelle 
des Gewissens treten und gewisse soziale Pflichten heiligen muß, 
nämlich die, die zum Leben und Bestehen der Gesellschaft notwendig 
sind, wenn man an all das denkt, dann soll man es nur auch sagen, 
so wie es die Staatssozialisten tun. Wenn man aber im Gegenteil 
glaubt, daß der moralische Fortschritt eher in einer Umformung der 
■werden und daß der Zugang zu den verschiedenen sozialen Vorteilen allen offen 
steht“ ’(L£on Bourgeois, Essai d’une Philosophie de la solidarite, S. 81). 
Das Ende dieser Stelle steht nicht ganz und gar mit den gesperrt gedruckten 
Worten in Einklang, denn es zeigt, daß es sich nur um die Mutualisation der 
Kisiken, aber nicht um die der Vorteile handelt. Für diese letzteren wird 
man sich mit dem Versuch begnügen, die Gleichheit, soweit die Zugangsmöglichkeiten 
in Betracht kommen, zu verwirklichen. Tatsächlich sieht man nicht recht ein, auf 
Grund welchen Prinzipes die Solidarität in dem einem Falle so vollständig, und in dem 
anderen so beschränkt ist. Wenn ich im Namen der Solidarität gehalten bin, meinen 
Anteil an dem Zugrundegehen dieses Trinkers zu tragen, weshalb kann ich dann 
nicht auf Grund desselben Gesetzes meinen Anteil an dem Vermögen jenes 
glücklichen Spekulanten beanspruchen? — Beruht dies einfach darauf, daß die 
logische Anwendung dieser Hegel zum Kommunismus führen würde? 
>) Man muß übrigens sagen, daß das Wort Quasi-Kontrakt viel weniger oft 
von LkoN Bourgeois als von seinen Schülern gebraucht wird. Wie dies stets ge 
schieht, haben die letzteren die These auf die Spitze getrieben. In seinen Vorträgen 
im Band: Essai d’une Philosophie de solidarite spricht er kaum von dieser 
Theorie und scheint die der Mutualisation an ihre Stelle zu setzen.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.