Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

694 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
Freilich kann die Solidarität nicht aus sich selbst ein Prinzip 
des moralischen Handelns liefern, da sie nur eine natürliche Tatsache 
und als solche durchaus amoralisch ist. Es sind keine Beweise 
nötig, um darzutun, daß jedesmal, wenn wir die Solidarität als ein 
Übel verurteilen, dieser Verurteilung die Tatsache zugrunde liegt, 
daß wir unser Kriterium des bösen und guten von außen her 
nehmen. Ebenso wenig unterliegt es einem Zweifel, daß die Tat 
sache der Solidarität zugunsten des Egoismus ausgebeutet werden 
kann. Wenn die Solidarität nur ein Band ist, das uns verbindet, so 
ist es sehr leicht möglich, daß irgendjemand sich seiner bediene, um 
sich mühelos in die Höhe ziehen zu lassen, während ein anderer es 
gebraucht, um andere in die Höhe zu ziehen. Wenn man hiergegen 
nicht auf der Hut ist, werden sogar wahrscheinlich die ersteren die 
zahlreicheren sein. Hierin liegt kein Grund zum Erstaunen, denn 
alles das, was zur Ausbreitung der Macht des Guten dient, dient 
ebenso zur Ausbreitung der Macht des Bösen. Aber nichtsdesto 
weniger muß man doch das Kommen dieser neuen Mächte herbei 
sehnen, in der Hoffnung, daß das Gute zum Schluß den Sieg über 
das Böse davon tragen wird. Wenn es also auch feststeht, daß die 
Solidarität nicht genügt, um aus sich selbst ein Prinzip moralischer 
Lebensführung denen zu liefern, die sonst kein solches besitzen, so 
ist doch nicht zu leugnen, daß sie, sobald irgendein solches Prinzip, 
gleichgültig ob Egoismus oder Altruismus, anerkannt ist, einen Hebel 
von unvergleichlicher Kraft in seinen Dienst stellt. In ihr liegen 
drei große Lehren beschlossen: 
1. Sie lehrt uns, daß jedes Gute, das einem anderen zufällt, zu 
unserem eigenen Wohl beiträgt, und daß alles Übel, das einem anderen 
zustößt, unser eigenes Übel werden kann; daß wir daher das 
Eine wollen und das Andere hassen müssen. Ein feiges Beiseite 
stehen ist dann nicht mehr möglich. 
Auch wenn wir zugeben, daß in dieser Morallehre ein guter Teil 
Utilitarismus enthalten ist, so ist es immer etwas, den Egoisten dazu 
zu zwingen, aus sich herauszugehen und sich um andere zu sorgen. 
Das Herz, das einmal für andere geschlagen hat, sei es auch nur aus 
egoistischer Furcht, ist doch etwas weiter geworden. Audi ist es 
sicherlich zu viel verlangt, wenn man einen Altruismus will, der 
ganz und gar nicht seiner selbst vergißt; sagt doch sogar das Evan 
gelium: „Du sollst Deinen Nächsten lieben, wie Dich selbst.“ 
Das gleiche sagt auch die Solidarität, weder mehr noch weniger: 
nur weist sie nach, daß mein Nächster in Wirklichkeit mein eigenes 
Selbst vorstellt. 
2. Sie lehrt uns, daß unsere Handlungen sich um uns bis ins 
Unendliche in Wellen der Freude oder des Leidens fortpflanzen, und
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.