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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel IV. Die Anarchisten. 
701 
mich nicht mehr Autorität als die, die ich ihnen beilege. Einfache 
Geschöpfe meines Geistes, verlieren sie mit dem Tage, an dem ich 
auf höre, sie anzuerkennen und sie zu achten, jedes Recht über mich, 
und ich bin wirklich frei. „Ich bin berechtigt Zeus, Jehova, Gott 
usw. zu stürzen, wenn Ich kann;... Ich bin durch Mich berechtigt 
zu morden, wenn Ich Mir’s selbst nicht verbiete, wenn Ich selbst 
Mich nicht vor’m Morde, als vor einem „Unrecht“ fürchte ... Ich 
entscheide, ob es in Mir das Rechte ist; außer Mir gibt es kein 
Recht. Möglich, daß es darum den Andern noch nicht recht ist; das 
ist ihre Sorge, nicht Meine; sie mögen sich wehren“ * 3 ). Die Arbeiter, 
die sich darüber beklagen, ausgebeutet zu werden, die Elenden, die 
jedes Besitzes entbehren, haben nur eins zu tun: sich selbst dieses 
Recht zuzusprechen und das Eigentum, das ihnen zusagt, zu nehmen. 
„Der Egoismus schlägt einen anderen Weg ein, um den besitzlosen 
Pöbel auszurotten. Er sagt nicht: Warte ab, was dir die Billigkeits 
behörde . . . schenken wird .. ., sondern: Greife zu und nimm, was du 
brauchst!“ 2 ) „Die Erde . . . gehört dem, der sie zu nehmen weiß, 
oder dem, der sie sich nicht nehmen, sich nicht darum bringen läßt. 
Eignet er sie sich an, so gehört ihm nicht bloß die Erde, sondern 
auch das Recht dazu 3 ).“ 
Welche Gesellschaft sollte aber unter solchen Umständen be 
stehen können? Nur eine einzige ist denkbar: „Die Vereinigung 
der Egoisten“, d. h. die Vereinigung von Menschen, die sich ihres 
Egoismus bewußt sind und sich hüten, in der Vereinigung etwas 
anderes zu suchen, als eine Vermehrung ihrer persönlichen Befriedi 
gungen. Heute beherrscht die Gesellschaft das Individuum und 
macht aus ihm ihr Instrument. Die Vereinigung der Egoisten wird 
„das Instrument“ des Individuums. Es wird sie ohne Skrupel ver 
lassen, falls es keine Vorteile mehr aus ihr ziehen kann. Ein jeder 
Mensch sagt dann zu seinem Nächsten; „Ich will an dir nichts aner 
kennen oder respektieren, weder den Eigentümer, noch den Lump, 
noch auch nur den Menschen, sondern Dich verbrauchen 4 ).“ Dies 
wird der „Krieg Aller gegen Alle“ (8.265) sein, der nur durch 
Dienste, aber keinen einigen und eigenen Leib. Sie wird eben, wie die „Nation“ 
der Politiker, nichts als ein „Geist“ sein, der „Leib an ihm nur Schein,“ (S. 120). 
Liegt nicht ein recht grober Materialismus darin, aus dem Dasein eines „Leibes“ 
das Kriterium einer Wirklichkeit zu machen? Auf diese Weise würde weder ein 
Gesetz, noch eine Gewohnheit und nicht einmal die Sprache eines Volkes Wirklich 
keit sein. Eine historische Tatsache, eine Schlacht, eine Revolution haben ebenfalls 
keinen Körper, trotzdem sind ihre „wirklichen“ Folgen unberechenbar! 
3 ) Ebenda, S. 193—194. 
2 ) Ebenda, S. 265. 
3 ) Ebenda, S, 195. 
4 ) Ebenda, S. 143.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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